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Test Massagefee und TMX Trigger: Ganz einfach selbst Verspannungen lösen

Heute haben wir einen Testbericht für euch, der ausnahmsweise nichts mit Sport oder Ernährung bzw. Lebensmitteln zu tun hat. Aber mal ganz ehrlich: Wenn man sich viel bewegt und auf gesunde Ernährung achtet – zusätzlich zum eh schon stressigen Alltag, der Arbeit, etc. – dann ist es wichtig, dass wir uns und unserem Körper zwischendurch auch mal etwas Gutes tun. Und was gibt es schöneres und entspannenderes als Massagen? Da diese jedoch auch oft teuer sind und wir nicht immer Zeit dafür haben, haben wir TMX Trigger und die Massagefee für euch getestet: Zwei Geräte, mit denen ihr selbst zu Hause Verspannungen lösen und schmerzhafte Stellen massieren könnt!

Ständiges Sitzen am Rechner, Fehlhaltungen oder eine falsche Bewegung: Ganz schnell kann es passieren, dass wir Nackenschmerzen bekommen, uns der Rücken oder die Schultern weh tun und uns Verspannungen plagen. Aber auch ein intensives Training kann zu Muskelverspannungen, zum Beispiel in den Waden oder Oberschenkeln, führen. Wir durften zwei Geräte testen, mit denen man diese Verspannungen lösen kann und zwar ganz alleine und zu Hause, zwischendurch oder sogar im Büro.

Bei der Massagefee handelt es sich um ein Triggerpunkt-Selbst-Massagegerät, speziell für den Nacken. Die Massagefee besteht aus einem gebogenen Stab mit einem breiten Griff am unteren Ende und einem Massage-Punkt am oberen Ende. Mit diesem Stab kann man manuell schmerzhafte Punkte an seinem Körper aufspüren und durch eine sanfte oder festere Massage lösen. Auch verklebte Faszien können so gelöst und die Stellen wieder weich massiert werden. Die Massagefee ist besonders für den Nacken- und Schulterbereich konzipiert. Dank des gebogenen Stabes kommt man sehr einfach an alle Bereiche am Rücken und kann durch etwas Zug oder Druck die Massage selbst justieren. Das Massagegerät kann aber natürlich auch an anderen Stellen, an den Armen oder Beinen, genutzt werden. Besonders praktisch ist, dass man den Stab wirklich jederzeit nutzen kann. Sitzend auf dem Bürostuhl vorm Rechner, abends auf der Couch beim Film schauen oder sogar auf der Reise im Zug.

 

Bei unserem Test kam die Massagefee sehr gut an. Man glaubt gar nicht, wie viele schmerzhafte Stellen man am Rücken und am Nacken entdeckt, wenn man alleine sanft mit dem Stab über den Körper streicht. Aber vor allem bei besonders hartnäckigen Verspannungen, die uns schon lange beeinträchtigen, führte die Nutzung des Massagestabs zu einer Erleichterung und Minderung des Schmerzes. Und ja: Das kann ganz schön weh tun, wenn man DEN Punkt gefunden hat und dann mit dem Stab reindrückt. Aber das gute Gefühl danach ist es allemal wert. Und schon von „normalen Massagen“ wissen wir, dass die Massagen am nachhaltigsten und besten sind, die am meisten weh tun ;-). Ein bisschen sanftes Streicheln hat noch keine Verspannung gelöst. Zum Glück hat man es aber bei der Massagefee selbst in der Hand und kann mit Veränderung des Drucks selbst bestimmen, wie intensiv die Massage ausfällt. Auf Youtube gibt es ein liebevoll gestaltetes Video zur Nutzung der Massagefee. Bei uns liegt der Massagestab auf jeden Fall jetzt immer neben dem Rechner bereit und kommt zum Einsatz, wenn der Nacken oder Rücken schmerzt.

Ein ähnliches Konzept steckt hinter den TMX Trigger Massagegeräten. Es handelt sich dabei um kleine Kegel aus Holz mit einer runden Trigger-Kugel am Kopf. Genau wie bei der Massagefee werden die TMX Trigger dazu eingesetzt, verspannte und schmerzende Muskeln zu lockern, indem man manuell Druck auf den Holzkegel ausübt. Die TMX Trigger sind klein und handlich und können ebenfalls überall hin mit genommen werden. Außerdem kann man die Massagegeräte am ganzen Körper verwenden, indem man den Kegel entweder auf den Boden stellt und dann den verspannten und schmerzenden Muskel darauf legt oder der Kegel wird an der Wand platziert und man lehnt sich dagegen. In beiden Fällen kann man mit Hilfe des eigenen Körpergewichts den Druck auf die schmerzende Stelle erhöhen oder sanfter gestalten.

Auf der Homepage von TMX Trigger gibt es viele Videos und ausführliche Anleitungen zur Anwendung des Geräts. Vor allem für Sportler, die intensiv ihre Beine trainieren, ist das Produkt sehr hilfreich, weil man vom Fuß bis zum Gesäß alle Stellen am Körper triggern kann. Beim Wanderlust 108 Event durften wir die kleinen Holzkegel auch unter Anleitung testen und uns wurden ausführlich die drei wichtigen Schritte erklärt. So lokalisiert man zuerst den schmerzhaften Triggerpunkt und triggert ihn dann, indem man Druck ausübt. Nach einiger Zeit kann man dann mit der Mobilisierung beginnen, indem man den Muskel bewegt, wobei immer noch Druck ausgeübt wird. Und zum Schluss sollte man die Stelle bzw. den Muskeln dehnen.

Die TMX Trigger bieten sich vor allem für Sportler an, die die Selbstmassage nach dem Training zum Beispiel in ihr Stretching einbauen wollen. Natürlich kann man den Kegel auch im Büro verwenden, jedoch hat man vielleicht nicht immer einen freien Platz an der Wand oder möchte sich vor den Kollegen auf den Boden legen. Die Massagefee dagegen eignet sich besonders für Verspannungen am Nacken und an den Schultern, da man diese mit dem Stab sehr gut und unkompliziert erreicht. Hier braucht man nicht extra eine Wand als „Hilfsmittel“. Beide Produkte verfolgen jedoch den gleichen Zweck und haben die gleichen guten Resultate. So gesehen ist es Geschmackssache, welches Produkt man eher braucht bzw. verwenden würde. Empfehlen können wir beide!

Hinweis: Die Produkte wurden uns freundlicherweise von der MassageFee® GmbH und TMX Trigger GmbH kostenlos zur Verfügung gestellt.

Fotos: Fddb

Yoga unterwegs: Testbericht Yoga-Reisematte

Diesen Sommer waren wir viel unterwegs: Sommerurlaub, ein kleiner Ausflug am Wochenende oder auch mal eine berufliche Reise. Das schöne dabei war: Wir mussten auf unsere Yoga-Praxis nicht verzichten, denn die Übungen kann man überall machen. Noch besser ist es natürlich, wenn man auch eine Yogamatte dabei hat. Zum Glück durften wir die yogimat® sun travel testen!

Alle Yogis kennen das Problem: die richtige Matte zu finden. Die eine ist zu rutschig, die andere zu weich oder zu hart, am besten wäre ein Produkt aus ökologischer Produktion und schön aussehen sollte sie auch noch. Und dann hat man seine perfekte Matte gefunden und merkt, dass man sie leider nicht mit den Urlaub nehmen kann, weil sie zu schwer ist oder gerollt einfach nicht in den Koffer passt. Aus diesem Grund gibt es spezielle Reise-Yogamatten, die dünner sind und sich falten lassen. Für euch haben wir die Yogamatte yogimat® sun travel aus dem Onlineshop yogistar.com getestet.

Die Yogamatte besteht aus einem speziellen Naturkautschuk und ist ganz und gar ökologisch sowie schadstofffrei. Sie ist für Allergiker geeignet und auf der Webseite wird auf die besondere Rutschfestigkeit hingewiesen. Nach dem Auspacken fiel uns als erstes der intensive Geruch auf: die Matte roch extrem nach Gummi. Und da man beim Yoga oftmals direkt mit der Nase auf der Matte liegt, war das anfangs etwas unangenehm. Nach ein paar Tagen Auslüften verflog der Geruch jedoch. Als nächstes bemerkten wir die bereits auf der Webseite beworbene Rutschfestigkeit. Die Oberfläche der Matte ist wirklich sehr rutschfest, man könnte sie schon fast als ein wenig „sticky“ bezeichnen. Dadurch „ruckelt“ der Fuß vielleicht manchmal ein wenig, wenn man ihn in den Kriegerpositionen umsetzen will. Bei vielen anderen Asanas gibt die Matte dadurch extrem gut Halt. Vor allem im herabschauenden Hund rutschen hier die Hände endlich nicht mehr nach vorne weg.

Natürlich haben wir die Matte nicht nur zu Hause getestet, sondern auch mit auf Reisen genommen. Da die Matte recht dünn ist, lässt sich sich gut zusammenfalten und in den Koffer legen. Vor Ort sollte man dann die Matte jedoch wieder „entknicken“ und lieber aufgerollt lagern, damit keine bleibenden Knickfalten entstehen. Die Handhabung beim Transport hat uns sehr gut gefallen. Andererseits führt die Dünnheit der Matte zu ein paar Nachteilen: Auf unebenem Boden, zum Beispiel auf einer Wiese, lässt sie sich nicht richtig hinlegen und wellt sich, da sie zu leicht ist. Außerdem spürt man schnell harte Böden und sie polstert kaum.

Auch beim Wanderlust 108 Event hatten wir die Reisematte und unsere normale Matte dabei. Und hier erwies sich die normale Matte schnell als zu rutschig, also legten wir die yogimat® sun travel oben drauf und jetzt war es perfekt: Polsterung dank normaler Matte und Rutschfestigkeit dank Reisematte ;-). Letztendlich hat uns die Reisematte überzeugt: Natürlich ist sie etwas dünner als normal, dafür lässt sie sich aber sehr gut transportieren, das Material fühlt sich angenehm an und ist super rutschfest. Außerdem kann die Yogamatte bei 30° in der Waschmaschine gewaschen werden. Diese Matte werden wir ab jetzt immer im Urlaub dabei haben.

Hinweis: Das Produkt wurde uns freundlicherweise von der Yogistar Vertriebs GmbH kostenlos zur Verfügung gestellt.

Fotos: Fddb

Yoga mal anders Teil III: Mit dem Yogaboard auf dem Trockenen surfen

Unsere Artikelreihe über Yoga geht in die nächste Runde und dieses Mal möchten wir über ein Yogaboard berichten. Das große Holzboard konnten wir beim Wanderlust 108 Event bei gleißendem Sonnenschein auf dem Tempelhofer Feld in Berlin testen.

Wanderlust 108 ist eine Veranstaltung, die auf der ganzen Welt an unterschiedlichen Orten stattfindet. Es ist eine Art Triathlon, der aus einem 5 Kilometerlauf, 90 Minuten Yoga und einer halben Stunde Meditation besteht. Wir haben das Event genutzt, um noch mehr in die Yoga-Welt rein zu schnuppern. Da es wirklich sehr sehr heiß an diesem Tag war und wir uns momentan mehr für Yoga als fürs Laufen begeistern können, haben wir den morgendlichen Run einfach geschwänzt ;-). Dafür starteten wir dann mit der 90-minütigen Yoga Session durch, die – vor allem mittags bei der sengenden Hitze – wirklich anstrengend und schweißtreibend war. Während der abschließenden Meditation ließen wir uns den Wind um die Nase wehen und die Gedanken zur Ruhe kommen. Danach waren wir bereit für neue Yoga-Abenteuer und nahmen am Yogaboard-Kurs teil.

Yogaboard-Was? Dieses Board ist leider nicht zum Surfen geeignet, sondern wurde konzipiert, um darauf Yoga zu machen. Es handelt sich um ein körpergroßes Holzbrett, das innen hohl ist und deshalb nur 11 Kilogramm wiegt. Das Yogaboard, oder auch Balanceboard genannt, hat eine gebogene Unterseite, wodurch es leicht nach vorne und hinten sowie zu den Seiten schwankt. Entsprechend herausfordernd ist es, die Yoga Asanas auf dem Board zu praktizieren, da durchgehend die Balance gefordert wird. Das Üben auf dem Board kann somit den Gleichgewichtssinn, die Körperbeherrschung sowie die Rumpfmuskulatur stärken. Das Brett eignet sich dabei für Einsteiger als auch für fortgeschrittene Yogis gleichermaßen.

Der Kurs auf den Yogaboards wurde – wie beim Yoga üblich – barfuß durchgeführt. Das Holz fühlte sich unter den Füßen angenehm an und beim ersten Betreten wackelte es gar nicht so stark wie befürchtet. Dann ging die Stunde los mit einem üblichen Ablauf: Ankommen, Dehnen, Sonnengrüße, Kraftübungen und Endsequenz. Und jetzt merkten wir bei einigen Übungen die Herausforderung des Boards: Der Wechsel zwischen den Asanas beziehungsweise alle Übungen und Schritte mussten langsamer und bedachter durchgeführt werden und es erforderte mehr Konzentration. Während wir auf normalem Boden geübt die Positionen wechseln, wackelte hier das Brett doch immer mal und wir gerieten häufiger aus der Balance.

Letztendlich unterschied sich die Yoga-Praxis auf dem Board nicht komplett von der auf normalem Boden. Bei manchen Balance- oder Kraftübungen fordert es den Yogi jedoch mehr heraus und man lernt so besser, seinen Körper zu beherrschen und die Asanas sauber durchzuführen. Das Board führte zu geteilten Meinungen bei uns im Team: Während die eine Kollegin nicht wirklich beeindruckt war, fand die andere das Balanceboard gut und sinnvoll. Letztendlich ist es wie immer beim Yoga: Jeder macht die Praxis für sich und seinen Körper und Geist und muss selbst herausfinden, was zu einem passt :-).

Preislich ist das Yogaboard mit 369,00 Euro definitiv kein Schnäppchen und deshalb sicherlich für eine Nutzung „nur mal ab und zu“ zu teuer. Das Board hält jedoch immer mehr Einzug in lokale Yoga- und auch Fitnessstudios, so dass man es dort auf jeden Fall einmal ausprobieren sollte! Hier gibt es außerdem noch Videos mit Übungen für das Board.

Hinweis: Die Teilnahme an dem Kurs wurde uns freundlicherweise von der Strobel & Walter GmbH kostenlos zur Verfügung gestellt.

Fotos: Fddb

Yoga mal anders Teil II: Sich einfach mal hängen lassen

Ein Yoga-Erlebnis der anderen Art erwartete uns beim AerialYoga. Beim ersten Versuch trafen wir uns mit einem AerialYoga Trainer aus Berlin, Björn Heucke von Aerialyoga-berlin.de, der sowohl Lehrer für diese spezielle Yoga-Art ausbildet als auch die Tücher verkauft. In seinem Studio machten wir den ersten Kontakt „mit dem Tuch“ und Björn berichtete uns über die Vorteile des „schwebenden Yogas“.

AerialYoga ist eine Kombination aus klassischem Yoga und Elementen der Luftakrobatik, die mit Hilfe einer Tuchschlinge, die an der Decke befestigt ist, durchgeführt werden. Anfänger profitieren von dem Tuch, da dieses ihnen erlaubt, Positionen einzunehmen, die ansonsten nur gut gedehnte Profis schaffen würden. Und Yoga-Profis können mit Hilfe des Tuchs an besonders herausfordernden Übungen arbeiten und in das Feld der Akrobatik rein schnuppern. Für alle Teilnehmer eines AerialYoga Kurses gilt: Die Besonderheit liegt in den Umkehrhaltungen, bei denen der Körper kopfüber im Tuch hängt. Dadurch steht nicht nur die Welt Kopf, sondern auch alle Organe im Körper „rutschen“ einmal aus ihrer gewohnten Positionen, das Blutgefäßsystem wird gestärkt und Wirbelsäule und Gelenke werden entlastet.

Durch AerialYoga kann so zum einen eine tiefe Dehnung und Entspannung erreicht werden. Andererseits werden aber auch die Muskeln, vor allem die Tiefenmuskulatur, gestärkt, da man im Tuch durchgehend die Balance halten muss. Eine gewisse Grundfitness sollte entsprechend vorhanden sein, damit man die Übungen korrekt durchführen kann und es nicht zu Fehlhaltungen kommt. Außerdem sollten Menschen mit Bluthochdruck, erhöhtem Augendruck, Innenohrproblemen, Herzinsuffizienz, Epilepsie, massivem Übergewicht oder akut erniedrigtem Blutdruck vorab einen Arzt befragen, ob sie AerialYoga ausprobieren sollten oder lieber nicht.

Unser erster Kontakt mit dem Tuch war noch etwas schüchtern. Nachdem Björn uns ein paar Übungen gezeigt hatte, sollten wir uns zuerst einfach mal in das Tuch setzen. Und wir müssen zugeben: Unsere Erfahrungen mit Yogatüchern oder auch Hängematten hielt sich bisher in Grenzen und wir stellen uns etwas ungeschickt an. Nachdem aber die anfängliche Skepsis überwunden war, trauten wir uns an ein paar Positionen und ließen uns auch kopfüber im Tuch hängen. Anfangs rauscht es erst einmal im Kopf und man muss sich an das neue Körpergefühl gewöhnen. Dann jedoch macht es Spaß, kopfüber einfach mal alles los zu lassen und entspannt „abzuhängen“.

Nach diesem „Erstkontakt“ wollten wir AerialYoga noch etwas besser kennen lernen und durften bei Jost Blomeyer von aerial-yoga.de im Aspria in Berlin einen Kurs mit machen. Im Kursraum angekommen, kümmerten sich die erfahrenen AerialYoga Teilnehmer schon um ihre Tücher und ließen sich gleich entspannt kopfüber hängen, während wir „Neuen“ erklärt bekamen, wie wir das Tuch am besten aufhängen. Schritt für Schritt erklärte Jost in der Stunde die verschiedenen Übungen: Wie kommt man am besten in das Tuch hinein? Wie und wo halte ich mich fest? Und wie kommt man wieder raus? Mit Hilfe der Anleitungen praktizierten wir so Yoga „im Tuch“: Angefangen bei einer Entspannungsübung, über verschiedene Dehn-Übungen und Krieger-Stellungen sowie Positionen, bei denen man die Kraft in den Beinen und Armen trainierte, bis zur Endentspannung.

Der Flow, den wir von der „normalen“ Yoga-Praxis kennen, fehlte uns ein wenig. Als Anfänger, der noch viel Erklärung braucht und etwas umständlich mit der Tuchschlinge umgeht, gelangt man leider nicht in die fließenden Übergange der Asanas auf der Matte. Außerdem stellten wir fest, dass manche Übungen sogar ziemlich weh tun: Wenn man im Tuch sitzt, steht oder andersartig seine Beine darin verknotet hat, drückt die Tuchkante auf das Bindegewebe. Manche Übungen waren so unangenehm, dass wir die Positionen nicht aushalten konnten. Jost erklärte uns am Ende, dass durch die Übungen mit dem Tuch auch eine Art „Faszien-Massage“ entsteht, ähnlich wie die Selbstmassage auf einer Faszienrolle – und von der kennen wir den doch zum Teil sehr schmerzhaften Druck gut genug.

Andererseits bot uns das AerialYoga jedoch gute Übungen zum Dehnen und Entspannen und auch die Kraftübungen kamen nicht zu kurz, wie wir am Muskelkater im Bauch am nächsten Tag feststellten. Und kopfüber durch den Raum zu Schaukeln oder sich einfach hängen zu lassen, ist auf jeden Fall ein einmaliges Erlebnis. Und wie bei allen Sportarten und Übungen gilt: Die Übung macht den Meister. In diesem Video zeigt uns Jost, wie man auch beim AerialYoga zum Flow gelangen kann.

Hinweis: Die Teilnahme an den Kursen wurde uns freundlicherweise von Björn Heucke sowie Jost Blomeyer und dem Aspria kostenlos zur Verfügung gestellt.

Fotos: Fddb

Yoga mal anders Teil I: Schwitzen bei 37 Grad

In unserem ersten Artikel über Yoga haben wir bereits Hintergründe sowie Vor- und Nachteile von Yoga beschrieben. Im Laufe der nächsten Artikel möchten wir euch gerne etwas ausgefallenere Yoga-Arten vorstellen, angefangen mit Hotpod Yoga.

Unter den Begriff Hot Yoga fallen sowohl Bikram als auch Hotpod Yoga. Beim Hot Yoga wird eine Serie von Asanas, Yoga-Übungen, in einem heißen Raum bei circa 35 – 40 Grad Celsius praktiziert. Durch die Wärme sollen Muskeln und Sehnen geschont und das Verletzungsrisiko minimiert werden. Die Hitze sorgt dafür, dass das Binde- und Muskelgewebe weicher und elastischer wird und so die Bewegungsmöglichkeiten bei der Yoga Praxis größer als im kalten Raum werden.

Das besondere beim Hotpod Yoga ist der sogenannte Pod: Ein aufblasbarer, kokon-artiger Raum, der auf 37 Grad Celsius erwärmt wird. Durch eine kleine Öffnung betritt man das warme „Zelt“, das in gedimmtes, lilafarbenes Licht getaucht ist und Platz für bis zu 20 Teilnehmer bietet. Es ist ziemlich dunkel in dem Pod und man spürt sofort die warme Luft und hört sanfte Hintergrundmusik. Da das Material des Pods atmungsaktiv ist, wird die alte, verbrauchte Luft während des Trainings nach außen transportiert, während im Inneren frische, warme Luft verströmt wird.

Bei unserem Test erschien die Situation etwas surreal: Mitten am Tag betraten wir den Raum mit dem Hotpod, draußen heller Sonnenschein. Und dann schlüpften wir – mit luftig-leichter Sportkleidung – in den dunklen und warmen Pod und fühlten uns wie in einer anderen Welt. Anfangs fühlten wir uns etwas von der Außenwelt abgeschnitten und mussten uns erst einmal auf die neue Situation einlassen. Doch dann merkten wir im Laufe der Yoga-Stunde, dass der dunkle Raum half, uns ganz auf die Übungen, auf unseren Körper und auf das „hier und jetzt“ zu konzentrieren. Es gab einfach wenig Ablenkungsmöglichkeiten und die gesamte Konzentration war auf die Yoga Praxis fokussiert. Selbst die Schweißtropfen, die nach einiger Zeit anfingen, am Körper herab zu laufen, waren nur kurz irritierend und lenkten letztendlich auch die Aufmerksamkeit auf den eigenen Körper.

Die Yoga-Übungen waren klassische Asanas, die man auch bei normalen Yoga-Stunden praktiziert. Die Hitze war angenehm, nicht zu heiß, und machte den Körper schön geschmeidig: Es fühlte sich nach „mehr Flow“ an. Für uns war das Hotpod Yoga eine schöne kleine Auszeit vom Alltag und wir können diesen Style Jedem empfehlen, der beim Yoga noch mehr bei sich und seinem Körper ankommen möchte. Menschen, die unter hohem Blutdruck leiden oder akut eine Entzündung haben, sollten Hot Yoga jedoch lieber meiden.

Hotpod Yoga ist übrigens auch Partner beim Urban Sports Club. Wer dort Mitglied ist, sollte das Angebot auf jeden Fall nutzen. Ansonsten kostet eine Stunde 15,00 Euro. Es gibt jedoch auch 5er oder 10er Karten oder Mitgliedschaften für einen bestimmten Zeitraum, zum Beispiel eine Woche oder ein Monat. Diese große Auswahl an verschiedenen Mitgliedschaften gefällt uns: So ist man flexibel und es ist bestimmt für Jeden etwas dabei. Außerdem können Klassen ganz einfach online über die Webseite gebucht werden.

 

Hinweis: Die Teilnahme am Kurs wurde uns freundlicherweise von der Firma Hotpod Yoga Ltd kostenlos zur Verfügung gestellt.

Fotos: Fddb, Screenshots: hotpodyoga.com

Yoga – esoterischer Firlefanz oder Sport?

Wir haben schon oft Sportangebote vorgestellt und getestet, die gezielt dem Abnehmen und „fit werden“ dienen. Doch neben allen möglichen Neuheiten – HIIT Training, Cycling, Jumping, etc – gibt es einen „Trend“, der schon länger besteht und immer mehr Menschen begeistert: Yoga. Doch ist das eigentlich Sport? Oder nur esoterischer Hokuspokus? Wir möchten uns in einer Artikelreihe mit dem Thema auseinander setzen.

Manche Menschen, die bisher noch keinen Kontakt mit Yoga hatten, verbinden damit Räucherstäbchen, auf einem Kissen herum sitzen und meditieren. Also vielleicht eher ein Hobby für Esoteriker oder Muttis? 😉 Andererseits gibt es mittlerweile in Deutschland schon rund 3 Millionen Menschen, die Yoga praktizieren: Demnach doch keine Beschäftigung für „Außenseiter“?
Die Gründe, um mit Yoga anzufangen, sind unterschiedlich: Ruhe finden, Schmerzen lindern und/oder sich sportlich zu betätigen. Sport scheint also ein Bestandteil vom Yoga zu sein?

Ursprünglich stammt Yoga aus Indien und durfte dort anfangs nur von Männern praktiziert werden (soviel zum Vorurteil „das machen ja nur Frauen/Muttis“ 😉 ). Es diente als Vorbereitung des Körpers für die Meditation. Der Duden definiert Yoga entsprechend als „indische philosophische Lehre, die durch Meditation, Askese und bestimmte körperliche Übungen den Menschen vom Gebundensein an die Last der Körperlichkeit befreien will.“ Im Laufe der Jahre hat sich Yoga jedoch weiter entwickelt und viele verschiedene Formen angenommen. Während bei manchen Yogaformen immer noch die Meditation und die Besinnung auf den Geist im Vordergrund stehen, gibt es aber auch sehr sportliche Varianten, bei denen man definitiv ins Schwitzen kommt.

Generell lässt sich sagen, dass Yoga keine „Sportart“ ist, sondern einen Lebenseinstellung, die das Training für Körper UND Seele umfasst. So sollte man seinen Körper gesund halten, weil er der Tempel der Seele ist. Schließlich sagte schon der römische Dichter Juvenal: „Mens sana in corpore sano – Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper“. Beim Yoga steht entsprechend nicht der sportliche Erfolg oder Wettbewerb im Vordergrund, sondern es geht um Achtsamkeit für sich und seinen Körper, um das „bewusst sein“ im Hier und Jetzt und die Konzentration auf seinen Atem und die Bedürfnisse des eigenen Körpers. Und im Grunde sind diese „Regeln des Yoga“ auch bei der Ernährung wichtig: Wer beim Yoga lernt, auf sich und seine Bedürfnisse zu achten, der kann auch beim Thema Ernährung eher in sich hinein spüren, wann und ob man Hunger hat und welche Lebensmittel dem Körper nun gut tun würden. Ebenso wie ein „bewusstes Essen“ dazu führen kann, dass man wieder mehr Genuss spürt und sich gesünder ernährt. Deshalb gilt: Bei regelmäßiger Praxis fördert Yoga Gesundheit, Ausgeglichenheit und Vitalität.

Nichtsdestotrotz möchten wir auch einen Blick auf den sportlichen Aspekt des Yoga werfen. Man kann Yoga entweder nur alleine oder als Kombination mit anderen Sportarten praktizieren. Regelmäßige Yoga-Praxis verbessert die Haltung und Rumpfstabilität, verringert die Verletzungsanfälligkeit und stärkt die tiefer sitzenden Muskeln. Außerdem werden innere Organe und das Bindegewebe stimuliert, die Blutzirkulation gezielt angeregt und der Stoffwechsel aktiviert. Somit hat Yoga positive Effekte auf den gesamten Körper: Flexibilität, Koordination, Stärkung von Wirbelsäule und Tiefenmuskulatur, gesunde Gelenke, Ausdauer und Balance.

Die Yoga-Praxis setzt sich dabei aus drei Bereichen zusammen: Die Asanas – das sind die Übungen für den Körper. Pranamaya – die Atemtechnik, die für den inneren Ausgleich sorgen soll. Und Meditationsübungen für Achtsamkeit und für die Seele. Bei den Asanas gibt es Übungen zum Stretching und zum Muskelaufbau, für die Kraft. So ähnelt die „Stuhlposition“ beispielsweise einer Kniebeuge und dient dem Training der Oberschenkel. Auch die „Kriegerpositionen“ – Ausfallschritten ähnlich – stärken die Beine. Die „schiefe Ebene“ ist eine Liegestützposition, welche die gesamte Rumpfmuskulatur und die Arme trainiert. Je nach Yogastil werden die Asanas fließend oder eher statisch ausgeführt. Man kann dabei auf jeden Fall ins Schwitzen kommen und spürt anfangs auch oft einen Muskelkater nach der Praxis. In diesem Sinne gibt es von uns also definitiv ein Ja: Yoga ist also Sport. Aber nicht nur.

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichen Yoga-Stilen und entsprechend für jeden Geschmack und jedes sportliche Level ein Angebot. Während Raja Yoga eher spirituell und durch ruhige Stellungen, Enthaltung sowie Atem- und Meditationsübungen geprägt ist, steht beim Hatha Yoga die körperliche Anstrengung im Vordergrund. Hatha Yoga ist bei uns im Westen auch am meisten vertreten. Außerdem gibt es Vinyasa Yoga mit sehr fließenden Bewegungen oder Iyengar Yoga mit eher statischen Übungen. Neuere „Trends“ beim Yoga sind Bikram oder Hotpod Yoga in 35 – 40 Grad heißen Räumen, Aerial Yoga – „schwebend“ in Tüchern“ oder das akrobatische Acro Yoga. In folgenden Artikeln werden wir euch ein paar unterschiedliche Yoga Style noch genauer vorstellen!

Wichtig ist, dass man als Yoga Anfänger auch wirklich einen Anfängerkurs besucht – egal, wie sportlich man schon ist. Nur wenn man die Basics lernt und die Grundpositionen korrekt ausführen kann, sollte man sich an schwierigere Positionen heran wagen, da ansonsten die Verletzungsgefahr zu groß ist. So gesund Yoga für den Körper auch ist: Manche Positionen sind anspruchsvoll und können bei falschem Ehrgeiz oder falscher Ausführung zu Verletzungen am Nacken, unteren Rücken oder an den Knien führen. Unter richtiger Anleitung kann man anspruchsvolle Positionen jedoch erlernen oder sich einfachere Alternativen zeigen lassen. So können der Kopfstand oder der Schulterstand beispielsweise zu Verletzungen und Schmerzen im Nacken führen. Hier sollte man mit kleinen Übungen anfangen und sich langsam und unter Anleitung herantasten. Außerdem gibt es dafür zum Beispiel den Feet-Up Hocker, der ein super Einstieg in den Kopfstand ist. Wie gut, dass wir den Hocker auch testen durften!

Bei richtiger Ausführung ist Yoga jedoch sehr gesund und kann sogar bei der Behandlung von Krankheiten helfen, Stress lindern und Nacken- und Rückenschmerzen reduzieren. Wir jedenfalls sind begeisterte Yoga-Fans und fühlen uns nach der Yoga-Praxis sowohl körperlich fitter als auch geistig entspannter. Deshalb haben wir bald noch mehr zum Thema Yoga für euch und stellen euch in weiteren Artikeln bestimmte Yoga-Style, -Hilfsmittel und -Techniken vor. Bleibt gespannt!

Fotos: Fddb

ride.bln – Darkroom Cycling zu Club-Musik ;-)

Der Sommer naht, es wird mal wieder Zeit für Sport. Dieses Mal haben wir uns für euch auf’s Rad gesetzt. Aber nicht auf irgendeines: Wir haben – quasi im Dunkeln zu Clubmusik – einen Ride für euch mit gemacht. Das klingt sehr mysteriös? Fanden wir auch und wollten es natürlich testen und euch jetzt davon berichten!

ride.bln ist ein Fullbody-Workout auf dem Bike, bei dem Ausdauer- und Krafttraining kombiniert werden. Das ganze nennt sich dann Fullbody-Cycling. Das ist aber nicht das einzig Besondere: Der Clue besteht darin, dass das Cycling in einem abgedunkelten Raum mit Kerzenlicht zu lauter Clubmusik stattfindet. Vorne auf dem Podest befindet sich die Trainerin/der Trainer mit Bike, leitet den Kurs an und motiviert die Teilnehmer.

Das Konzept entstand in den USA und die Inhaber Till und Kirill haben das besondere Sportkonzept nach Deutschland geholt und ihre eigenen Ride Studios in Berlin eröffnet. Der Fokus liegt darauf, Spaß und gute Laune wieder in die Sportwelt zu bringen und trotzdem ein intensives Training zu erleben, das Resultate erzielt, verbunden mit gutem Service und einer tollen Community.

Soweit die Facts und Theorie. Aber wie hat uns der Test nun gefallen? Wir müssen gestehen, dass wir zuvor meist nicht so oft an Spinning oder Cycling Kursen im Fitnessstudio teilgenommen haben und entsprechend Bike-Anfänger waren. Die Cycling Kurse, die wir bisher kannten, hatten uns meistens eher abgeschreckt: Das sah irgendwie ZU anstrengend aus und wir waren nicht sicher, ob man da überhaupt eine Stunde lang durchhalten kann. Entsprechend vorsichtig und skeptisch gingen wir zu ride.bln.

Dort angekommen fiel uns gleich der Service sehr positiv auf: Vor Ort bekommt man passende Schuhe, ein frisches Handtuch und eine Flasche Wasser. Außerdem wird das Bike von den Trainern auf die eigene Körpergröße angepasst und die Maße für die nächsten Stunden notiert. Wenn man dann zum zweiten oder dritten Ride sein Bike reserviert, ist schon alles fertig eingestellt. Da man auch keine Schuhe oder Handtuch mitnehmen muss und die Umkleiden und Duschen sehr gut ausgestattet sind, eignet sich so ein Ride sogar für einen „schnellen“ Besuch in der Mittagspause. Trotz Sport und Schwitzen ist man mit allem versorgt.

Dann geht es ab auf’s Rad und die erste Hürde besteht darin, mit den Cycling-Schuhen in die Pedale einzurasten – oder sich davon wieder zu lösen. Für uns als Cycling-Beginner war es ein sehr ungewohntes Gefühl so fest am Bike „eingeschnallt“ zu sein. Aber nach ein paar Mal üben hatten wir den Dreh mit den Schuhen dann auch raus. Versorgt mit Handtuch und Wasser konnte es dann los gehen. Das Licht wurde gedimmt, vorne erhellten nur zwei kleine Lampen den Raum und die Traininerin legte mit einem Warm-Up los. Obwohl der Raum abgedunkelt ist, kann man natürlich trotzdem noch etwas sehen. Aber durch die Lichter vorne auf dem Podest liegt der Fokus deutlich bei der Trainerin und – anders als in normalen Fitnessstudios – kann niemand die schwitzenden Teilnehmer mit ihren ggf. hochroten Gesichtern sehen. Und das soll auch Zweck des Ganzen sein: Die Teilnehmer sollen für eine Stunde lang abschalten, sich auf sich und das Bike konzentrieren und Spaß haben.

Für den Spaß und die Motivation sorgen die Trainer, die mit viel Energie und guter Laune die Kurse anleiten. Zusätzlich sorgen treibende und laute Beats dafür, dass auch wirklich alle Teilnehmer in den richtigen Rhythmus kommen und sich auspowern. Auch wenn es für uns wirklich anstrengend war und wir nicht immer bei vollem Tempo mithalten konnten, die „Club-Atmosphäre“ und Motivation der Trainer hat uns während der Stunde sehr gut gefallen. Manche Übungen – vor allem für den Oberkörper – waren neu und ungewohnt für uns. Hier hätten wir wahrscheinlich erst den Anfängerkurs besuchen sollen, damit wir die richtigen Handgriffe lernen können. Aber auch so hatten wir nach ein paar Rides den Dreh schon etwas besser raus.

Preislich liegt ein Ride bei 26 Euro – was definitiv teurer ist als eine einzelne Stunde im Yoga-Studio zum Beispiel. Wenn man jedoch gleich mehrere Rides kauft, wird es günstiger. Bei 10 Rides kostet einer dann noch 22,50 Euro, bei 50 Rides ein Ride nur noch 18 Euro. Im Preis inbegriffen sind aber natürlich die Schuhe, Handtuch und Getränk.

Unser Fazit: Dafür, dass wir eigentlich keine großen Cycling-Fans sind, hat uns Ride Berlin sehr viel Spaß gemacht. Der dunkle Raum und die laute Musik sind erst einmal ungewohnt, erfüllen dann aber ihren Zweck: Man schaltet ab, lässt sich ganz auf den Sport ein und wird motiviert. Die schnellen Übungen für den Oberkörper waren etwas „tricky“, hier muss man definitiv gut darauf achten, dass man die Technik raus hat. Unserer Meinung nach ersetzen sie auch nicht ein gezieltes Oberkörper-Training ohne Bike. Alles in allem ist man nach einem Ride jedoch ausgepowert und hat ordentlich Kalorien verbrannt. Die Studios waren alle modern und sauber, der Service gut und das Team bestens geschult und symphatisch.

Möchtet ihr auch einen Ride ausprobieren? Dann könnt ihr diesen Rabattcode nutzen: #fddb-10. Damit bekommt ihr 10 % Rabatt auf die 1er, 5er, 10er, 20er und 50er Karte!

 

Hinweis: Die Teilnahme an den Rides wurden uns freundlicherweise von der Firma TK Ride GmbH kostenlos zur Verfügung gestellt.

Fotos: Fddb

Erfolgsgeschichte des Monats Januar: Ludwig

Neues Jahr, neues Glück, neue Erfolgsgeschichten! 🙂 Auch in diesem Jahr möchten wir Euch von beeindruckenden Abnehmerfolgen berichten, die unsere Fddb-User dank des Ernährungstagebuchs erzielt haben.

Unser erster Kandidat ist der 30-jährige Ludwig, der mit seinem Gewicht und seiner Figur immer unzufriedener wurde und deshalb seine Lebensweise komplett geändert hat. Durch eine Ernährungsumstellung und viele Sporteinheiten hat er erst Fett abgebaut und langsam Muskelmasse aufgebaut. Jetzt fühlt er sich pudelwohl und ist in der besten Form seines Lebens. Aber schaut selbst!

Ludwig – im August 2017 und im Oktober 2014

Ludwig war als Kind und Jugendlicher eigentlich immer von schmächtiger und schlanker Statur, doch mit Ende der Pubertät zeigte die Waage langsam aber stetig immer mehr Kilos an. Die Gründe dafür waren einerseits ein ungesundes und unreflektiertes Essverhalten, andererseits kein Sport, vorwiegend sitzende Tätigkeiten und gelegentlich das ein oder andere Gläschen Alkohol. Ludwig aß, worauf er Appetit hatte und kochte selten. Ein Döner hier, ein Burger da, abends kam gern noch eine Tafel Schokolade dazu.

Bei einer Größe von 1,73 m wog Ludwig zu dieser Zeit, im Spätsommer 2014, etwa 79 kg. Obwohl das leichte Übergewicht kein dramatisches Ausmaß annahm, fühlte sich der angehende Historiker einfach nicht mehr wohl in seiner Haut. Sein Selbstbewusstsein wurde geschmälert und auch Infekte waren keine Seltenheit. Als Ludwig bei schönstem Sommerwetter mal wieder mit einer Grippe im Bett lag, kam er ins Grübeln. Ihm wurde bewusst, dass er etwas ändern und seinem Körper wieder mehr Aufmerksamkeit schenken muss – durch eine rundum gesündere Lebensweise. Er recherchierte zu den Themen Ernährungsumstellung, Fitness und Sport und nahm sich vor, unter die 70 kg-Marke zu kommen. Auch mit dem Rauchen wollte er aufhören.

Als Ernährungskonzept entdeckte er für sich die „Paleo-Diät“, deren Grundgedanke es ist, sich an der menschlichen Ernährungsweise der Altsteinzeit zu orientieren. Im Detail bedeutet dies: Viel Fleisch, Obst und Gemüse und im Gegenzug keinerlei Milch- und Getreideprodukte sowie verarbeitete Lebensmittel. Als Getränke eignen sich Wasser und Kräutertees. Sporttechnisch probierte Ludwig verschiedene Sportarten aus. Er ging unter anderem laufen, schwimmen, besuchte einige Kurse und besorgte sich eine Hantelbank. Im ersten Jahr schaffte es Ludwig dank Paleo und wechselnder sportlicher Aktivitäten auf ein Gewicht von 66 kg. Jedoch wurde ihm irgendwann bewusst, dass Gewicht nur ein relativer Faktor ist und er sich selbst mit etwas über 70 kg in durchtrainierter Form besser gefiel als einfach nur schlank und mit 5 kg weniger. Ende 2015 entdeckte Ludwig dann Fddb. Er führte von da an Ernährungstagebuch und trug regelmäßig sein Gewicht ein. Fddb half ihm dabei, auf seine Kalorienzufuhr zu achten und die Tagesbilanz im Blick zu behalten. Auch die Extender App wurde schnell sein ständiger Begleiter, um Lebensmittel via Barcode einzuscannen und unterwegs zu prüfen, wie viel er von welchen Lebensmitteln essen kann. Er erkannte, dass er im Prinzip essen kann, was er möchte, wenn am Ende des Tages die Bilanz passt.

Da Ludwig nun mehr Muskelmasse aufbauen wollte, konzentrierte er sich in Sachen Fitness auf Kraftsport. Er erkannte, dass er mit dem neuen Wissen und dazugehörigen Werkzeugen seinen Körper noch weiter in Form bringen und optimieren konnte. Zudem verabschiedete er sich langsam von den sehr strikten Regeln des Paleo. Gelegentlich kamen wieder Milchprodukte auf den Tisch und auch mal eine Süßigkeit. Grundsätzlich blieb Ludwig aber bei vielen Proteinen, Obst und Gemüse und wenig verarbeiteten Produkten und Industriezucker. Sein Plan war es außerdem, im Winter etwas Gewicht zuzulegen und im Sommer wieder gezielt Fett abzunehmen, das er über den Winter zusammen mit der Muskelmasse aufgebaut hat. Dementsprechend sieht Ludwig’s Gewichtskurve über einen Zeitraum von etwa zwei Jahren wie folgt aus:

Ins Fitnessstudio geht Ludwig aktuell 4 bis 6 mal in der Woche, und das am Liebsten morgens. Eine typische Trainingseinheit sieht bei ihm wie folgt aus. „Ich beginne mit 5-10 Minuten Cardio zur Erwärmung und gehe dann an die Gewichte. Jedes Training beginnt mit 1-2 schweren Grundübungen und freien Gewichten (z.B. Bankdrücken, Rudern, Kniebeugen). Nach den freien Übungen folgen 1-2 maschinengeführte Übungen für die gleichen Muskelgruppen (z.B. ButterflyMaschine, Latzug, Beinpresse) und dann Isolationsübungen für kleinere Muskelgruppen wie Bizeps, Trizeps, Schultern, Waden und Bauch“, erklärt Ludwig.

Falls auch Ihr gerade auf dem Weg seid, ein gesünderes Leben zu führen, hat Ludwig noch eine Message für Euch:

„Gesunde Ernährung, Sport und Gesundheit sind langfristige Ziele, die in den eigenen Alltag passen müssen. Es ist nicht schlimm, mal ein Training zu verpassen, mal etwas Ungesundes zu essen oder zu sündigen, solange man insgesamt auf dem richtigen Weg bleibt. Entsprechend rate ich auch von radikalen Crash-Diäten und Sportprogrammen ab. Um Durchzuhalten können auf dem langen Weg auch kleinere Etappenziele helfen. Trackt nicht nur dauerhaft Euer Gewicht, sondern macht auch Fotos von Euch selbst. Denn wenn man sich jeden Tag im Spiegel sieht, erkennt man die Veränderungen nicht immer.“

Ludwig sagt von sich selbst, dass er aktuell mit seinen 30 Jahren in der besten und sportlichsten Verfassung seines Lebens ist. Diesen Erfolg kann er verbuchen dank seines Umdenkens, seiner neugewonnenen Freude am Sport und seiner Bereitschaft, sich mit einer nachhaltigen Ernährung zu befassen und diese umzusetzen. Als sehr hilfreich dabei empfand er Fddb mit seinem Tagebuch, den Kalorientabellen, der Extender App und einer motivierenden Community.

Lieber Ludwig, wir sagen Hut ab vor dieser Leistung! Wir sind uns sicher, dass Du Deine Ernährung, Dein Gewicht und Deine körperliche Verfassung nun optimal unter Kontrolle hast und Dein Weg weiterhin erfolgreich sein wird. Alles Gute wünschen wir Dir für die Zukunft! Als Dankeschön schenken wir Dir eine 3-monatige Fddb-Premium-Mitgliedschaft. 🙂

Wenn auch Ihr dank Fddb einen Erfolg verzeichnen könnt, schreibt uns gern Eure Geschichte an erfolg@fddb.info. Herzliche Grüße sendet Eurer Fddb-Team.

Wir schweben zurück in die Zukunft – ach ne, doch nicht. Ein Hoverboard Test!

Wir haben schon viele sportliche Aktivitäten ausprobiert, getestet und euch vorgestellt. Als wir nun letztens die Gelegenheit bekamen, ein Hoverboard zu testen, waren wir erst mal skeptisch: Ist das überhaupt Sport? Aber cool ist es ja schon irgendwie? Oder nicht? Wir hatten keine Ahnung, was so ein Hoverboard „kann“ und wie man es bedient, aber wir waren neugierig und haben uns gedacht: Das probieren wir auch mal aus!

Wir testen also ein Hoverboard… ein Hover-was? Unter einem Hoverboard stellen sich die Meisten wahrscheinlich das schwebende Skateboard aus „Zurück in die Zukunft“ vor. Leider ist die Entwicklung noch nicht so weit – beim Schweben sind wir noch nicht angekommen. Deshalb ist die Bezeichnung „Hoverboard“ auch eigentlich irreführend und es werden alternativ auch folgende Begriffe verwendet: E-Board, Self-balancing-Board, Self-balancing-Scooter, Balance-Board oder Mini-Segway. Für den Test wollen wir aber mal beim Wort „Hoverboard“ bleiben, weil es so schön futuristisch klingt ;-). Bei dem Gerät handelt es sich um zweispuriges Brett mit Reifen ohne Lenkstange, das mit einer Batterie elektrisch betrieben wird. Das Hoverboard hält sich selbst in Balance und wird über die Füße des Fahrers durch Gewichtsverlagerungen gesteuert. Soweit also erst einmal die Theorie.

Als uns das Alienboard.de Hoverboard geliefert wurde, waren wir über das Gewicht des Pakets erstaunt: Man, das Ding scheint schwer zu sein? Beim Auspacken erblickten wir als erstes eine blaue Tasche, in der man das Hoverboard transportieren kann, und befanden Design und Farbe der Tasche sofort für hässlich. Aber gut, die Tasche ist ja nur ein „Accessoire“, es geht ja eigentlich um das Board. Das schwarze Hoverboard entpuppte sich dann wirklich als sehr schwer: Circa 10 Kilo. Optisch macht es einen stabilen und hochwertigen Eindruck, alles ist gut verarbeitet und der glänzende „Lack“ verleiht ihm ein cooles Aussehen.

Als erstes haben wir die Batterie des Boards über Nacht aufladen lassen. Danach stand das BatWings Hoverboard ein paar Tage im Raum und wir haben einen Bogen drum herum gemacht… so ganz geheuer war es uns nicht. Die ersten Versuche auf dem Board waren dann auch wirklich sehr wacklig. Wenn man das Board startet, blinken die Lichter, eine Stimme erklingt und man kann zum Beispiel sein Handy mit den Lautsprechern des Boards verbinden und somit während des Gebrauchs Musik hören. Aber ganz ehrlich: Die Qualität der Lautsprecher ist eher schrabbelig und schlecht, darauf haben wir nach dem ersten Test verzichtet. Zunächst haben wir vorsichtig die Hände auf das Board gelegt und merkten gleich: Bei ein bisschen Druck reagierte das Hoverboard sofort und bewegte sich gleich sehr schnell nach vorne oder hinten oder drehte sich zu einer Seite. Huch… und da sollen wir drauf steigen? Eins machte uns der Test gleich deutlich: Wir sind keine Kinder mehr, die mutig und ohne groß Nachzudenken neue Dinge ausprobieren. Wir dagegen schreckten zurück und wollten schon Schutzhelm und Knieschoner hervor holen. Letztendlich haben wir uns aber doch getraut: Erst einmal mit Halt an der Kollegin, danach draußen mit Halt an einer Stange. Und so haben wir uns langsam Stück für Stück mehr auf und mit dem Board getraut.

Wenn man nach einigen Versuchen das richtige Gefühl für das Hoverboard bekommen hat und sein Gewicht gut ausbalancieren kann, ist die Nutzung gar nicht mehr so schwer. Wir schafften erst ein paar Runden in der Wohnung und dann sogar längere Strecken und Kurven und Kreise draußen auf einem Kinderspielplatz. Denn: Auf der Straße oder auf dem Gehweg – also im öffentlichen Verkehrsraum – darf man das Board gar nicht nutzen! Ein E-Board oder Hoverboard wird wegen seines Motors und weil es schneller als 6 Kilometer pro Stunde fährt als Fahrzeug behandelt und die Fahrer müssten damit mindestens einen Mofa-Führerschein haben und eine Betriebserlaubnis, Kennzeichen sowie Zulassung für das Board besitzen.

Auf dem Spielplatz erregte unser Board auch gleich die Aufmerksamkeit ein paar Jugendlicher, die es sofort ausprobieren wollten. Und wir staunten nicht schlecht, als diese sich gleich mutig und ohne Zögern drauf stellten und auch sehr schnell den Dreh raus hatten. Draußen konnten wir mit dem Board auch ein wenig schneller und über unterschiedliche Oberflächen fahren. Dann gingen uns persönlich aber leider schon die Ideen und auch der Mut aus. Eine kurze Recherche bei Youtube zeigt, dass man mit so einem Board sogar ganz lustige Tricks machen kann: Hochspringen, in der Luft drehen und wieder auf dem Board landen, einbeinig darauf fahren, sich mit den Händen liegend ziehen lassen, kleinere Stufen runter springen und andere Moves. Dieses Manöver überlassen wir aber ganz sicher den Profis, so abenteuerlustig sind wir nicht.

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Unser Fazit haben wir dieses Mal als Pro- und Contra-Liste für euch zusammen gestellt:

Contra:

  • Das Board darf rechtlich draußen gar nicht gefahren werden
  • Es ist sehr schwer und schwierig zu transportieren
    • die Tasche war leider nicht nur hässlich, sondern auch eher unpraktisch: Das Board lässt sich nur mit Mühe darin verstauen und die Henkel sind so kurz, dass man es nicht vernünftig tragen kann
  • Die Nutzung ist nur was für Mutige: Wenn man sich nicht so viel zutraut, wird das alleinige Hin- und Herfahren auf dem Board schnell langweilig
  • Die Lautsprecher haben uns qualitativ nicht überzeugt
  • 280 Euro ziemlich teuer für ein „Spielzeug“

Pro:

  • Auch wenn man nicht wirklich sportlich „ins Schwitzen“ kommt: Man muss schon seine Balance üben und seine Core-Muskulatur nutzen, einen leichten Trainingseffekt kann es also schon haben
  • Das Board ist ein Spielzeug für alle, die etwas Neues ausprobieren wollen und mutig sind: Wenn man sich länger damit beschäftigt und an ein paar Tricks heran traut, kann es sicherlich interessant sein
  • In einem Video wurden uns auch „Sportübungen“ mit dem Board gezeigt, zum Beispiel Kniebeugen beim Vor- und Zurückfahren. Hier kann sich der Sportler austoben.

Insgesamt fanden wir den Test spaßig und herausfordernd, 100% hat uns das Board aber nicht überzeugt. Für alle Biker, Skateboarder oder andere Mutige kann so ein Hoverboard von AlienBoard aber bestimmt eine interessante Abwechslung sein. Außerdem gibt es eine ganz unterhaltsame Hoverboard Challenge auf Youtube. Wir sind wahrscheinlich einfach zu alt für solche Spielzeuge… 😉

Für jüngere Leute kann das Hoverboard aber vielleicht ein super WeihnachtsGeschenk sein? Wir haben auf jeden Fall einen Rabattcode für euch, mit dem ihr 20 Euro spart: fddb

Hinweis: Das AlienBoard BatWings Hoverboard wurde uns kostenlos von der Firma Alienboard zur Verfügung gestellt.

Fotos und Vidoes: Fddb

Fddb in luftigen Höhen: Wir testen das BergWerk.Berlin

Das BergWerk.Berlin ist Europas größter Indoor-und Erlebnis-Kletterpark, der sich mitten in Berlin Hellersdorf in den Räumen eines ehemaligen Kinos befindet. Wer sonst bouldern oder an Wänden klettern geht, sieht sich hier vor völlig neuen Herausforderungen. Wir durften die Location testen und möchten euch unsere Erfahrung nicht vorenthalten.

Aber eins nach dem anderen: Der Kletterpark umfasst zehn Parcours, wovon einer speziell für Kinder ausgerichtet ist. Die Parcours führen einerseits durch das ehemalige Kino und andere wiederum mitten durch das angrenzende Einkaufszentrum „Helle Mitte“, in dem sich täglich tausende Besucher befinden. Das bedeutet, wer sich traut, klettert über den Köpfen und unter den Blicken der Zentrumsbesucher und zeigt, was er kann. Haben wir uns das getraut? Das erfahrt ihr noch 😉

Die Parcours des BergWerks erstrecken sich auf 660 Meter Länge. Dabei muss man sich insgesamt 74 Lösungen suchen, mit denen man den jeweiligen Parcour am elegantesten bewältigt. Das bedeutet aber auch mindestens 74 Adrenalinstöße, wenn man sich das volle Programm gibt.

Pünktlich zur Öffnung um 12 Uhr standen wir am Dienstag auf der Matte. Außer dem Fddb-Team waren noch eine Kindergruppe sowie einige Erwachsene vor Ort, es war also angenehm leer. Wir konnten nur zwei Mitarbeiter ausmachen, was uns letztendlich etwas wenig vorkam für die Arbeit an der Kasse, an der Gurtausgabe, für die Sicherheitseinweisung und für die Überwachung der Kletterer.

Nach der Anmeldung am Tresen bekamen wir den Schlüssel für unseren Spind – äh Jutesack, den wir, wie damals im echten Bergwerk, an einem Seil aufgehängt zu uns herabgleiten ließen, um unsere Sachen dort sicher zu verstauen. Im Fachjargon nennt man das „Kaue“. Das ist eine super platzsparende und praktische Idee, die sich das ein oder andere Fitnessstudio ruhig abgucken könnte.

Umziehen mussten wir uns nicht. Was wir brauchten, hatten wir an: bequeme Sachen und feste Schuhe. Schmuck sowie Taschen sollten abgelegt und verstaut werden. Anschließend wurden wir aufgefordert, die Klettergurte anzuziehen und festzuschnallen. Leider wurde nicht kontrolliert, ob wir die Gurte korrekt und sicher festgeschnallt haben, oder vielleicht sogar vergessen haben, einen zuzuziehen. Das bemängeln wir, da wir das aus anderen Kletterparks anders kennen. Zuletzt wurden uns noch rutschfeste Handschuhe und ein Helm verpasst, der uns jedoch später davon abhielt, Selfies zu machen.

Dann ging es auch schon ins Innere des BergWerks, das Parcour-Herzstück. Hier erfuhren wir, dass wir anhand unserer Sicherungsausrüstung immer doppelt mit Karabinerhaken an den Sicherungsseilen beim jeweiligen Parcour befestigt sein würden. Die beiden Haken lassen sich nur einzeln öffnen, so dass einer immer an einem Parcour-Seil befestigt ist. Das mussten wir anhand der Demonstration des Mitarbeiters so verstehen, ohne es einmal auszuprobieren, obwohl es einen Übungsparcour gab. Hier hätten wir uns gewünscht, dass wir das vor den Augen des Mitarbeiters wenigstens einmal vormachen, um ein Gefühl für die eigene Sicherung an den Parcourseilen zu bekommen. Nachdem wir das Hilfe-Wort „Trainer“ erfuhren, das wir rufen sollen, wenn die Situation brenzlig ist (wenn man quasi nur noch an den Gurten in der Luft hängt und sich nicht selbst retten kann), betraten wir mit einem leicht mulmigen Gefühl den ersten Parcour. Wie war das nochmal mit den Seilen und den Haken?! Schon der erste Aussetzer.

Das Fddb-Team stürzte sich trotzdem todesmutig in den ersten Parcour. Zunächst kam uns die Anlage durch die vielen Wege etwas unübersichtlich vor. Durch Pfeile wurden die Richtungen vorgegeben. Kreuze bedeuteten, dass man diesen Weg nicht gehen kann. Das Team Fddb fing erstmal mit dem Kinderparcour in Bodennähe an – nur so zum Eingewöhnen, versteht sich;) Die Wege waren nicht schwer, relativ gesehen. Hier wechselten sich große Spinnennetze, Röhren, Treppen und Hängebrücken ab. Manchmal war das schon sehr wacklig, aber es gab immer etwas zum Festhalten und wir waren ja doppelt gesichert. Aber wie das die kleinen Knirpse so furchtlos hinbekommen haben, ist schon bewundernswert. Der Parcour war zwar schnell überstanden, trotzdem hatte man immer diese gewisse Angst, abzurutschen und nur noch am Haken in der Luft zu baumeln. Das Wort „Trainer“, welches wir in Hilfesituationen rufen sollten, hätte bei dem Lärmpegel, der durch die Kindergruppe verursacht wurde und durch die Nichtanwesenheit der Mitarbeiter wahrscheinlich keiner gehört.

Mit der Zeit wurden die Parcours deutlich schwieriger. Ab und zu standen wir rätselnd vor einem Parcour und fragten uns, wie zur Hölle wir das jetzt schaffen sollen. Um gewisse Parcours zu bewältigen, muss man vom Kopf bis zum kleinen Zeh alles anspannen und sich auch noch hoch konzentrieren. Wo war unser Gefühl für Balance plötzlich hin? Hat sich wohl zusammen mit der hart antrainierten Körperspannung aus dem Staub gemacht.

Wie ein Häufchen Elend standen wir einige Male vor gewissen Herausforderungen, wie dem dünnen Ästchen an zwei Seilen (es war eigentlich ein ausreichend dicker Holzstamm), das wir entlanggehen mussten. Wir mussten uns zwischen diesem Ast und kleinen, in der Luft baumelnden Holzfässern entscheiden, die uns ähnlich unsicher vorkamen. Zurück konnten wir nicht. „Trainer“ wollten wir nicht rufen. Also galt es, sich zu überwinden und so wagten wir den Schritt auf den schwingenden Ast. Unsere Körper waren ein einziges großes Stresshormon. Nach gefühlten Stunden hatten wir diesen Parcour geschafft und fanden uns plötzlich an einer kippelnden Wand wieder, die nur durch das Festhalten in den Löchern zu überwinden war. Puuh, auch das haben wir hinter uns gebracht. Ein kurzer Glücksmoment überwältigte uns, bis wir einige Sekunden später auf einer Plattform standen, vor der nur ein Seil von der Decke hing. Wie jetzt? Wo ist denn der Weg hin?! Wie sollen wir auf die andere Seite kommen? Die Antwort dämmerte uns langsam. Die „Schlucht“ (die im Nachhinein betrachtet keine war) konnte nur durch einen Sprung mit dem Seil bewältigt werden. Gefühlte Stunden standen wir also vor dem Abgrund und vertrauten unserer eigenen Kraft nicht. Zum Glück war es hinter uns leer, keiner drängelte und man fühlte sich nicht genötigt, schnelle Entscheidungen zu treffen. „Was Tarzan kann, können wir auch“, sprachen wir uns letztendlich zu und überwanden auch diese Hürde notgedrungen und mit viel Mut.

Die Worte „Ich will nach Hause“ und „Mami“ fielen einige Male, so aufregend sind die Parcours. Nach 60 Minuten schwappte uns das Adrenalin zu den Ohren raus. Wir hätten noch die Möglichkeit des 12 Meter Freifalls gehabt, aber das wollten wir gerne den Leuten ohne Höhenangst überlassen. Auch auf die Kletterei mitten durchs Einkaufszentrum verzichteten wir wohlwollend und begaben uns einstimmig wieder Richtung Ausgang. Genug Adrenalinkicks für heute. Jetzt erstmal ein Eis!

Fazit: Es war sehr aufregend und hat uns trotz der Stresssituationen, denen wir uns ausgeliefert sahen, viel Spaß gemacht. Wir mussten uns so oft überwinden wie noch nie und standen ständig neuen Herausforderungen gegenüber. Wir sind vielleicht nicht ganz schwindelfrei und in der einen oder anderen Situation waren wir etwas mimosenhaft. Aber wie bei jeder neuen Herausforderung, muss man einerseits sich selbst vertrauen, diese zu meistern und anschließend den ersten Schritt gehen. Wir haben vielleicht nicht alle zehn Parcours geschafft, fanden unsere Leistung dennoch ganz okay fürs erste Mal im BergWerk.

Das gesamte Equipment sowie der Kletterpark waren sehr gut gepflegt. Die große Anlage ist sauber und die Parcours sind wirklich sicher, auch wenn es sehr oft wacklig war, was ja beabsichtigt ist. Die Anlage ist wunderschön aufgemacht und spezielle Lichteffekte sorgen für eine entsprechende Atmosphäre. Ein wenig mehr Beaufsichtigung durch die Mitarbeiter hätten wir dort allerdings erwartet, besonders da eine Kindergruppe anwesend war. Auch die Einweisung fanden wir nicht 100%ig zufriedenstellend.

Preislich geht es ab 18 Euro los; für Kinder ab 6 Jahren und einer Mindestgröße von 110 cm zahlt man 10 Euro aufwärts. Es gibt zudem die Möglichkeit an den Fassaden des Einkaufszentrums bis unter das Glasdach horizontal zu klettern. Außerdem kann man noch 40 m an einer Speed-Seilrutsche durchs Einkaufszentrum düsen. Für Kinder ab 3 Jahren gibt es ganz spezielle und begleitete Abenteuer-Parcours in Schatzkammern. Das BergWerk.Berlin bietet völlig wetterunabhängiges Klettern. Durchschnittliche Fitness (was auch immer das heißen mag) sei hier ausreichend, laut Webseite.

Das BergWerk.Berlin bekommt von uns 8 von 10 Punkten.

 

Hinweis: Der Eintritt in den Kletterpark wurde uns freundlicherweise kostenlos vom BergWerk.Berlin zur Verfügung gestellt.

Fotos: Fddb

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