Yoga mal anders Teil III: Mit dem Yogaboard auf dem Trockenen surfen

Unsere Artikelreihe über Yoga geht in die nächste Runde und dieses Mal möchten wir über ein Yogaboard berichten. Das große Holzboard konnten wir beim Wanderlust 108 Event bei gleißendem Sonnenschein auf dem Tempelhofer Feld in Berlin testen.

Wanderlust 108 ist eine Veranstaltung, die auf der ganzen Welt an unterschiedlichen Orten stattfindet. Es ist eine Art Triathlon, der aus einem 5 Kilometerlauf, 90 Minuten Yoga und einer halben Stunde Meditation besteht. Wir haben das Event genutzt, um noch mehr in die Yoga-Welt rein zu schnuppern. Da es wirklich sehr sehr heiß an diesem Tag war und wir uns momentan mehr für Yoga als fürs Laufen begeistern können, haben wir den morgendlichen Run einfach geschwänzt ;-). Dafür starteten wir dann mit der 90-minütigen Yoga Session durch, die – vor allem mittags bei der sengenden Hitze – wirklich anstrengend und schweißtreibend war. Während der abschließenden Meditation ließen wir uns den Wind um die Nase wehen und die Gedanken zur Ruhe kommen. Danach waren wir bereit für neue Yoga-Abenteuer und nahmen am Yogaboard-Kurs teil.

Yogaboard-Was? Dieses Board ist leider nicht zum Surfen geeignet, sondern wurde konzipiert, um darauf Yoga zu machen. Es handelt sich um ein körpergroßes Holzbrett, das innen hohl ist und deshalb nur 11 Kilogramm wiegt. Das Yogaboard, oder auch Balanceboard genannt, hat eine gebogene Unterseite, wodurch es leicht nach vorne und hinten sowie zu den Seiten schwankt. Entsprechend herausfordernd ist es, die Yoga Asanas auf dem Board zu praktizieren, da durchgehend die Balance gefordert wird. Das Üben auf dem Board kann somit den Gleichgewichtssinn, die Körperbeherrschung sowie die Rumpfmuskulatur stärken. Das Brett eignet sich dabei für Einsteiger als auch für fortgeschrittene Yogis gleichermaßen.

Der Kurs auf den Yogaboards wurde – wie beim Yoga üblich – barfuß durchgeführt. Das Holz fühlte sich unter den Füßen angenehm an und beim ersten Betreten wackelte es gar nicht so stark wie befürchtet. Dann ging die Stunde los mit einem üblichen Ablauf: Ankommen, Dehnen, Sonnengrüße, Kraftübungen und Endsequenz. Und jetzt merkten wir bei einigen Übungen die Herausforderung des Boards: Der Wechsel zwischen den Asanas beziehungsweise alle Übungen und Schritte mussten langsamer und bedachter durchgeführt werden und es erforderte mehr Konzentration. Während wir auf normalem Boden geübt die Positionen wechseln, wackelte hier das Brett doch immer mal und wir gerieten häufiger aus der Balance.

Letztendlich unterschied sich die Yoga-Praxis auf dem Board nicht komplett von der auf normalem Boden. Bei manchen Balance- oder Kraftübungen fordert es den Yogi jedoch mehr heraus und man lernt so besser, seinen Körper zu beherrschen und die Asanas sauber durchzuführen. Das Board führte zu geteilten Meinungen bei uns im Team: Während die eine Kollegin nicht wirklich beeindruckt war, fand die andere das Balanceboard gut und sinnvoll. Letztendlich ist es wie immer beim Yoga: Jeder macht die Praxis für sich und seinen Körper und Geist und muss selbst herausfinden, was zu einem passt :-).

Preislich ist das Yogaboard mit 369,00 Euro definitiv kein Schnäppchen und deshalb sicherlich für eine Nutzung „nur mal ab und zu“ zu teuer. Das Board hält jedoch immer mehr Einzug in lokale Yoga- und auch Fitnessstudios, so dass man es dort auf jeden Fall einmal ausprobieren sollte! Hier gibt es außerdem noch Videos mit Übungen für das Board.

Hinweis: Die Teilnahme an dem Kurs wurde uns freundlicherweise von der Strobel & Walter GmbH kostenlos zur Verfügung gestellt.

Fotos: Fddb

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