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The Coconut Collaborative – Joghurtalternativen im Test

Wir durften eine Neuheit auf dem Markt testen. Die cremigen Kokosnussjoghurts von The Coconut Collaborative. Zugegeben, Kokosnussjoghurts sind nicht so neu. Aber das Gesamtpaket machts zu etwas Neuem und dazu zählen hier Konsistenz, Geschmack, Zutaten, Verpackung sowie die Philosophie dahinter.

The Coconut Collaborative hat seinen Ursprung in Großbritannien. Die Produkte wurden 2016 in Deutschland eingeführt und die Joghurtalternativen findet man hierzulande in großen Supermärkten. Der Joghurt ist vegan, kommt aber ohne Soja, Gluten, Lupinen etc. aus. Er besteht praktisch nur aus Kokoswasser und -milch. Die Produkte werden allerdings in Frankreich hergestellt, wie dem Etikett zu entnehmen ist. Die Kokosnüsse stammen aus Südostasien und werden von dort an den französischen Strand gespült. Daher sind die Joghurts mit knapp zwei Euro auch recht teuer im Vergleich. Kleiner Scherz 😉 Die Kokosnüsse werden natürlich nicht angespült. The Coconut Collaborative ist aber bemüht, den Landwirten in Asien ein gutes Einkommen zu ermöglichen. Unter anderem werden dafür Kokossetzlinge gepflanzt, die den dortigen Bauern kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Die Joghurtbecher sind recht klein, dafür in lustige bunte Pappetiketten eingepackt.

Wir haben vier verschiedene Produkte zugeschickt bekommen. Darunter eine Schokocreme auf Kokosbasis und drei Joghurtalternativen, zwei davon mit Geschmack.

Wir beginnen mit der Schokocreme. Diese kommt in wirklich sehr kleinen Bechern daher. Es fühlt sich direkt wie eine Belohnung an, die Schokocreme überhaupt essen zu dürfen. Die Creme an sich ist sehr fest, schmeckt nach Schoko und Kokos und erinnert uns an selbstgemachte Proteinbällchen. Die Creme ist absolut lecker! Die Kombination von Schokolade und Kokosnuss ist einfach der Hammer! Schade, dass nur so wenig drin ist. Gefühlt handelt es sich um die Menge eines Esslöffels. Daher einen Punkt Abzug. 9/10 Punkten!

Als nächstes steht die Joghurtalternative mit Heidelbeere im Fokus: Im Becher, der zum Glück mehr Inhalt hat als die Schokocreme (nämlich 120 g), befinden sich 85% Kokoscreme und direkt darunter 15% Heidelbeerkompott. Die weiße Kokoscreme schmeckt nahezu nach nichts. Sie besteht aus Kokoswasser, Kokosmilch, Maismehl, Pektin, Joghurtkulturen und Kartoffelstärke. Kartoffelstärke? Klingt erstmal nicht so ansprechend. Die Konsistenz der Creme scheint zu variieren. Die des ersten Bechers war sehr stichfest. Die im zweiten viel weicher. Der Joghurt erinnert eher an eine Milchcreme. Doch sie ist 100% vegan! Die Heidelbeeren sind auch sehr mild, das Kompott an sich könnte etwas fruchtiger schmecken. Hat sich der Hersteller wohl auch gedacht und deswegen noch Aroma unter die Zutaten gemischt.
Wir würden es fast besser finden, wenn man hier etwas mehr Kompott reinsteckt. Vielleicht im Verhältnis 30 zu 70 oder sogar 40 zu 60. Denn nach der Mischung beider Massen schmeckt weder die Kokoscreme sehr heidelbeerig, noch das Kompott sehr kokossig. 😉 Ansonsten finden wir, ist dies ein erfrischender Sommersnack. 7/10 Punkten.

Nun freuen wir uns auf Mango Passionsfrucht, denn die beiden sind unsere absoluten Favourites, wenn es um Joghurt mit Geschmack geht. Es scheint, als wäre hier etwas mehr vom Kompott drin als beim Heidelbeerjoghurt. Aber auch hier sind es 15% Mango-Passionsfruchtpüree laut Etikett (für das man sich übrigens eine Lupe bereitlegen sollte). Die Creme hat hier tatsächlich leicht kokossig geschmeckt. Das Mango-Passionsfruchtpüree war dieses Mal lecker fruchtig. Wenn man es mischt, wird es allerdings leider wieder sehr abgeschwächt im Geschmack. Die Zutatenliste irritiert zudem etwas, denn auch hier sind Aroma und zusätzlich Farbstoff enthalten. Die Variante hier war etwas leckerer als Heidelbeere und bekommt 8 von 10 Punkten.

Fehlt nur noch die Joghurtalternative ohne Kompott. Wir stellten uns auf eine milchcremeartige Kokosnusszubereitung ein. Im Paket war zudem noch ein Rezept für die Verarbeitung dieser Creme. Allerdings enthielt es tierische Zutaten und daher haben wir es nicht nachgekocht. Aber wer bereits Erfahrung mit pflanzlicher Kochcreme oder Kokosmilch hat, weiß ja, wie man so etwas in Gemüsepfannen, mediterranen oder asiatischen Gerichten verwenden kann.
Leider erwartete uns beim Öffnen des Bechers ein dicker Schimmelbatzen am Deckel, so dass wir den Joghurt ungekostet wegwerfen mussten. Laut Mhd war er noch 6 Tage haltbar. Ist natürlich sehr ärgerlich, wenn man dafür Geld ausgegeben hat, passiert aber andererseits ab und zu bei Produkten. Uns ist dennoch erst einmal der Appetit vergangen.
Der zweite Becher wurde dann am nächsten Tag geöffnet. Der Inhalt sah diesmal normal und appetitlich aus und wir kosteten die Creme. Mit großer Anstrengung schmeckte diese nach Kokos, aber eigentlich wieder nach einem cremigen Nichts. Da der erste Becher verunreinigt war, bekommt die Creme nur 6 von 10 Punkten. Gerne hätten wir sie auch zum Kochen verwendet, aber dazu reichte es mengentechnisch nicht mehr.

Alles in allem haben wir hier erfrischende Joghurtalternativen. Die Bechergröße könnte jeweils etwas größer sein. Das sagen wir nur, weil wir so verfressen sind. 😉 Auf den Rückseiten der Packungen finden wir übrigens unter anderem Werbung für einen Haferflockenhersteller, Infos über die Kokosnuss, Rezepte und den Hinweis auf die Baumpflanzmission von The Coconut Collaborative. Auf der Website, die es derzeit nur auf Englisch zu geben scheint, sehen wir, dass es auch Frozen Yoghurt und weitere Produkte gibt. Also, falls ihr die mal im Supermarkt entdeckt, lohnt sich der Kauf auf jeden Fall! Als Sommersnack eignen sich die Produkte hervorragend. Und wer hat schon einmal damit gekocht? Schreibt uns gerne in den Kommentaren, ob ihr Erfahrung mit den Joghurtalternativen habt!

Hinweis: Die Produkte wurden uns freundlicherweise kostenlos von der Firma Uplegger zur Verfügung gestellt.

Fotos: Fddb