Archive for 26. April 2017

Fddb testet Brotaufstriche von Vitaquell

Uns hat die Aufstrichlust gepackt und kurzerhand durften wir einige Aufstriche und fleischlose Salate von der Firma Vitaquell testen.

Vitaquell steht offiziell seit 1922 für vegetarische und vegane Bio-Lebensmittel, wie Brotaufstriche, Salate, Feinkost, pflanzliche Fette und Öle. Angefangen mit einer Ölmühle im Thüringer Wald im 18. Jahrhundert, inklusive Liebesgeschichte, zweitem Weltkrieg und mehreren Wechseln in der Geschäftsführung, konnte das Unternehmen jahrzehntelange Erfahrung in der Herstellung von Margarine und pflanzlichen Lebensmitteln sammeln. So schaffte es Vitaquell, Pionier für die erste ungehärtete, rein pflanzliche Bio-Reformmargarine zu werden.

Insgesamt 15 vegane Aufstriche und Salate hat uns Vitaquell zugschickt. Diese wollen wir euch nun nacheinander vorstellen.

Beginnen wir mit den Salaten. Da hätten wir einmal den „Nordsee Wie Krabben“-Salat. Beim Öffnen fällt uns sofort der Dill auf, von dem wir eigentlich kein Fan sind. Wir dachten bisher immer, Dill sei so ein Lebensmittel, das man entweder liebt oder aber hasst. Der Salat hat uns eines Besseren belehrt. Er schmeckt fruchtig und frisch, aber natürlich nicht nach Krabben (wobei die Testerin nicht wirklich beurteilen kann, wie Krabben schmecken, aber vermutlich nicht so). Das fruchtige kommt sicher durch die Äpfel und die Gurke. Leider ist der Salat sehr fetthaltig, schmeckt also sehr mayolastig, auch wenn keine Mayonnaise enthalten ist. Trotzdem, dafür, dass wir Dill nicht mögen und der Salat gut schmeckt, hat er 9 von 10 Punkten verdient.

Der nächste Salat wird verkostet. Er heißt „Wie ThunVisch“. Nach dem Öffnen erschreckt uns erst einmal der bröckelige Anblick etwas. Zum Glück sind aber noch grüne Erbsen und gelber Mais enthalten. Diese Farbtupfer werten das Aussehen des Salates extrem auf. Die Konsistenz ähnelt der von Sojaschnetzeln. Der Salat schmeckt natürlich überhaupt nicht nach Fisch oder Thunfisch. Wenn das wirklich beabsichtigt wäre, würden vielleicht ein paar Algen Geschmack reinbringen. Mit 22 g pro 100 g ist auch dieser Salat wieder sehr fetthaltig. Er bekommt 8 von 10 Punkten.

Der nächste Salat, „GeVlügel-Exotic“, weist eine interessante Gesamtwürzung auf, wobei der enthaltene Tofu sicherlich nur für den Biss gut ist. Die Mandarinen machen den Salat wieder sehr fruchtig, was uns sehr gut gefällt. Durch das enthaltene Fett schmeckt er doch sehr mild. Nach Geflügel schmeckt er zum Glück nicht. Er bekommt 8 von 10 Punkten.

 

 

Der „Vikinger-Salat“ ist unser neuer Lieblingssalat. Ein richtiger Held im Bunde der fleischlosen Salate! Erstens hat er eine tolle rote Farbe, die sofort Lust macht, das komplette Glas zu leeren. Außerdem ist die Kombination von roter Beete und Sellerie ein kulinarischer Traum. Der Salat schmeckt so intensiv würzig und pikant, da will man einfach mehr. Perfekt! 10 von 10 Punkten!

 

 

„Jetzt ist mir schlecht“, steht in unseren Notizen. Na das kann ja heiter werden. Wir geben unser Bestes, auch die letzten beiden Salate teelöffelweise zu kosten.

Der nächste wäre der „Curry-GeVlügel„-Salat, der wirklich schön nach Curry schmeckt, aber natürlich gar nicht nach Geflügel. Und das ist gut so. Diese sogenannten „Ersatzprodukte“ mit Bezeichnungen „Wie Fleisch“, „Wie Rind“ etc. sind ja meistens ein Witz. Und übrigens, auch wir Veganer fragen uns, warum diese sonst außergewöhnlich gut schmeckenden Lebensmittel unbedingt Fleischnamen verpasst bekommen müssen. Egal jetzt, der Curry-GeVlügel-Salat erhält durch seinen wirklich hohen Fettgehalt von 27 g pro 100 g nur 7 von 10 Punkten. Im Vergleich zu den anderen schmeckt er zwar gut, aber eben nicht ganz so gut.

Der letzte Salat für heute und dann reicht es erstmal mit fettigen Aufstrichen. Immerhin wollen/müssen wir noch zum Sport. Der letzte im Bunde nennt sich „Wie RindVleisch“. Erstmal lässt uns der Gedanke an den Geschmack toten Rindes skeptisch ins Glas blicken. Ein vorsichtiger Geruchstest folgt. Die Frage, ob es wirklich wie Rindfleisch schmeckt, drängt sich auf. Die Antwort lautet: Nein. Dieser Salat schmeckt fruchtig pikant nach Paprika, aber nicht nach Fleisch. Danke dafür. Und dann auch nur 15 g Fett. Der Salat bekommt 8 von 10 Punkten.

Am nächsten Tag gehts weiter mit dem Test. Wir nehmen uns die Hummus-Aufstriche vor. Wir sind ja riiiiieeeesige Hummusfans und machen Hummus auch ganz oft selbst. Es gibt so wahnsinnig viele Hummus-Rezepte, aber mittlerweile haben wir unser Lieblingsrezept gefunden. Wenn euch das interessiert, schreibt uns gerne eine Nachricht.

Der erste Hummus-Aufstrich heißt „Hummus Hanf“ und beinhaltet – ihr habt’s erraten – Hanf. Hier sind also kleine Hanfsamen enthalten, die dem Hummus den gewissen Biss verleihen. Das schmeckt uns gut und der Aufstrich erhält 9 von 10 Punkten. Mit 25 g Fett pro 100 g natürlich wieder etwas schwerer für den Magen.

 

 

Anschließend öffnen wir das Glas „Hummus Avocado“. Und ja, Avocado zählt eindeutig zu unseren neuen Lieblingsobstsorten. Nicht nur, weil man mit der Avocado Schokoladenmousse, Guacamole oder Müslitoppings machen kann…die Avocado ist einfach eine extrem gesunde, exotische Frucht, die aus unserer Küche nicht mehr wegzudenken ist. Der Aufstrich schmeckt wie erwartet: nach Sommer, nach Gemüsegrillabenden, oder nach einer durchtanzten Nacht in Berlin, die ihren Ausklang in einem arabischen Imbiss findet. Megalecker! 10 von 10 Punkten!

Jetzt noch „Hummus Rote Beete“ kosten. Der Aufstrich ist nicht ganz so intensiv pink wie der am Vortag gekostete Vikingersalat. Er schmeckt aber frisch und die rote Beete drängt sich nicht so in den Vordergrund. Auch dieser Aufstrich erhält von uns glatte 10 Punkte. Jetzt ist es auch langsam an der Zeit, die Aufstriche mal auf dem Brot zu testen. Und auch auf unserem leckerem Dinkelbrot machen sich die drei Hummussorten sehr gut. Übrigens, keines schmeckte nach Knoblauch, so wie traditionelles Hummus. Wer also kein Knoblauchfan ist, kann hier getrost zugreifen.

Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, haben wir aufgehört, auf den Fettgehalt zu achten und genießen die Aufstriche jetzt mal richtig!

Wir testen nun die Aufstriche mit Leinöl. Dass man außer Hummus noch mehr mit Kichererbsen machen kann, beweist der nächste Aufstrich „Lein-Kichererbse“. Komischerweise schmeckt dieser Aufstrich leicht fischig, aber vielleicht leiden wir auch an Geschmacksverwirrung nach den ganzen Aufstrichen. Ist jedenfalls kein Fisch drin. Könnte das Leinöl außerdem diese säuerliche Note hervorbringen? Schmeckt auch irgendwie nach Omas Küche, in der wir als Kind oft saßen und in unserem allerersten Kinderbuch gelesen haben. Da werden Erinnerungen wach! Auch ein leicht muffiger Erstgeschmack, der dann doch käsig wird, macht sich breit. Noch einmal zusammengefasst: Der Aufstrich schmeckt fischig, säuerlich, käsig, sommerlich und muffig und erhält trotzdem von uns 9 von 10 Punkten? Dann ist es ein guter Aufstrich! 😉

Weg von der Verwirrung hin zum „Lein-Kümmel„. Meine Güte, dachten wir! Der vegane Aufstrich erinnert durch den Kümmel total an Kochkäse, also dieser cremige Schmelzkäse mit viel Kümmel. Aufgrund der Tatsache, dass er durch die enthaltenen Zwiebeln einfach himmlisch schmeckt, bekommt er 100 von 10 Punkten! 😉

 

 

Anschließend kosten wir „Lein-Rote Linsen“, der eine leicht indische, fruchtige Note aufweist. Zimt und Curry sind deutlich zu schmecken. Gefällt uns sehr! Auch super zum Dippen für Karotten-, Gurken-, Zucchini- oder Paprikasticks. Der Aufstrich erhält 9 von 10 Punkten! So viele leckere Auftsriche bisher. Wir freuen uns auf die nächsten.

 

 

Lein-Mediterran“ folgt daraufhin. Große Olivenfans sind wir zwar auch nicht (ähnlich wie beim Dill), aber dieser Aufstrich schmeckt absolut toll mit seiner olivigen Note. Er ist doch recht salzig, was einen Moment der Überraschung beim Kosten in uns auslöst. Denn damit hatten wir nicht gerechnet! Dieser Aufstrich macht direkt Lust auf Urlaub in Griechenland! Schon sehr lecker! Bekommt von uns 8 von 10 Punkten.

 

Das wars auch schon mit den Leinöl-Aufstrichen. Die haben uns ingesamt doch recht gut gefallen. Jetzt fehlen nur noch zwei Brotaufstriche und dann sind wir auch schon durch im Aufstrich-Test.

Der vegane „Curry„-Aufstrich überzeugt sofort. Er schmeckt sehr intensiv, so wie es sein soll, nach Curry, auch sehr frisch und fruchtig, leicht säuerlich, pikant, sommerlich und gemüsig. Sehr gut. Auch die currygelbe Farbe macht einfach Lust drauf. Dieser Aufstrich ist mit Sonnenblumenöl gemacht und erhält von uns glatte 10 Punkte!

 

 

Der letzte im Bunde ist der Sonnenblumenaufstrich „Olive“. Hier ist der Name Programm. Auch dieser Aufstrich schmeckt salzig, aber nicht so intensiv würzig wie der Aufstrich „Lein-Mediterran“. Dieser hier ist etwas fruchtiger und milder. Der Aufstrich gefällt uns einen Tick besser als der Lein-Mediterran. Er bekommt 9 von 10 Punkten.

 

 

Mal etwas anderes zu testen waren die „Soja Spätzle„, die sich noch im Paket befanden. Spätzle sind ja eigentlich aus Teig gemacht, also aus Mehl, Wasser, Eiern und anderen Zutaten. Die Sojaspätzle bestehen aus gepresstem Sojamehl. Dieses wurde zu kleinen Stücken verarbeitet. Die kann man laut Anleitung in Gemüsebrühe aufkochen. Die Spätzle werden dann weicher, bleiben aber „al dente“ laut Webseite. Naja, sehr bissfest waren sie schon die ganze Zeit und man musste wirklich seeehr seeehr lange kauen. Also mit Teigwaren nicht zu vergleichen. Außerdem ist unbedingt eine gute Soße notwendig, sonst wird das Ganze zu einer sehr tristen Angelegenheit, da die Sojaspätzle an sich nach nichts schmecken und auch Gemüsebrühe alleine nicht so der Brüller ist. Das ewige Kauen hat uns etwas genervt. Aber mit einer guten Gemüsesoße gehts. Die Soja Spätzle bekommen leider nur 4 von 10 Punkten.

Wir sind ansonsten sehr zufrieden mit der Auswahl, die uns Vitaquell geschickt hat. Die Aufstriche sind durchweg köstlich. Auch wenn wir beim Fettgehalt scheinbar genauer hingucken (auch wir werden nicht jünger und können uns nicht mehr alles erlauben), waren die Salate und Aufstriche doch ein leckerer Brotbelag und Gemüsedip bzw. einfach so für uns Löffel-ins Glas-Stecker-und-Ablecker bestens geeignet.

Preislich liegen die Aufstriche im mittelgünstigen Bereich. Die Salate kosten je knapp 3 € und die herzhaften Aufstriche je 2,50 € bis 2,70 € im Onlineshop von Vitaquell. Die Soja Spätzle kosten 3,89 €. Auf der Vitaquell Webseite finden sich viele tolle Rezepte zu den Produkten. Ein Blick dahin lohnt sich sehr!

Hinweis: Die Produkte wurden uns freundlicherweise von der Firma Vitaquell kostenlos zur Verfügung gestellt.

Fotos: Fddb

Das Leben ist kein Zuckerschlecken – Zuckeralternativen im Test

Ein Leben ohne Zucker? Für manche sinnlos, für andere wiederum ein hehres Ziel. Anhänger von Clean Eating legen generell schon viel Wert auf eine zuckerarme Ernährung, indem sie Fertigprodukte vermeiden und mit frischen und natürlichen Lebensmitteln kochen. Komplett zuckerfrei muss das noch nicht sein. Doch gerade jetzt vor Ostern in der Fastenzeit gibt es Menschen, die nicht etwas nur auf Kaffee, Tee und Alkohol verzichten, sondern bewusst Zucker komplett für eine Zeitlang aus ihrer Ernährung streichen. Und dann gibt es mittlerweile auch noch Lebensmittel, die mit Zuckeralternativen gesüßt werden. Und genau solche Produkte durften wir für euch testen!

Der Online Shop NO SUGAR SUGAR bietet seit 2013 Produkte ohne Zucker an. Die Lebensmittel werden alternativ durch Erythrit und Stevia gesüßt. Zum Angebot gehören Aufstriche, Schokoladen und Süßigkeiten, aber auch die Zuckeralternativen Kokosblütenzucker, Erythrit, Xylit und Stevia in purer Form, um Gerichte damit zu verfeinern, sowie andere gesunde und zuckerfreie Lebensmittel wie Chia- und Mandelmehl und Himalaya Salz.

Vor allem Stevia ist in den letzten Jahren als Zuckerersatz immer beliebter geworden. Oftmals wird es auch als natürlich Alternative beworben, jedoch handelt es sich nicht um ein Naturprodukt. Zwar liegt der Ursprung in der Stevia-Pflanze, die Stevioglycosiden – die süß schmeckenden chemischen Verbindungen der Pflanze – müssen jedoch mit einem chemischen Verfahren gewonnen werden. Und genau wie bei herkömmlichem Zucker sollte man den Verzehr von Stevia nicht übertreiben. Empfohlen wird, zehn Milligramm Stevioglycosid pro Kilogramm Körpergewicht nicht zu überschreiten. Da manche Stevia mit einem bitteren oder auch lakritzartigen Eigengeschmack verbinden, wird Stevia oftmals mit anderen Süßstoffen oder auch Zucker zusammen verwendet. Man sollte also genau auf die Nährwerttabelle der Lebensmittel schauen, ob bei Stevia-Produkten auch wirklich kein Zucker enthalten ist. Vorteil von Stevia ist jedoch: Es ist nahezu kalorienfrei und nicht kariesfördernd.

Xylit ist ein künstliches Süßungsmittel, das fast genauso süß wie Zucker ist, aber 40 Prozent weniger Kalorien enthält. Nachteil ist jedoch, dass ein übermäßiger Verzehr dieser Zuckeralkohole zu Verdauungsproblemen, vor allem Blähungen oder auch Durchfall, führen kann. Das passiert, weil die Moleküle im Darm vergoren werden und viel Wasser anziehen. Wer also bereits einen sensiblen Darm hat, kann durch den Verzehr von Xylit Beschwerden bekommen. Eine weitere, etwas ungewöhnliche Nebenwirkung, ist der kühlende Effekt auf der Zunge: Xylit entzieht beim Kontakt mit dem Speichel der Umgebung Wärme. Dadurch entsteht ein kühles Gefühl im Mund.

Das gleiche „kühlende“ Phänomen gilt auch für den Zuckerersatz Erythrit: Ebenfalls ein Zuckeralkohol, der eine ähnliche Süßkraft wie Zucker hat und nahezu kalorienfrei ist. Bekannt ist das Produkt auch unter den Markennamen „Xucker light“ oder „Sukrin“. Im Gegenteil zu Xylit verursacht Erythrit keine Verdauungsprobleme und hat auch – im Gegenteil zu Stevia – keinen Nachgeschmack.

Als letzte Zuckeralternative sei an dieser Stelle noch der Kokosblütenzucker genannt. Der Zucker wird aus den Blüten der Kokospalme gewonnen, geschmacklich erinnern die braunen Kristalle eher an Karamell. Vorteil dieses Produkts soll der niedrige glykämische Index sein, der den Blutzuckerspiegel nicht so schnell in die Höhe steigen lässt. Außerdem sind im Kokosblütenzucker mehr Vitamine und Mineralien als in herkömmlichen Zucker enthalten. Dafür hat er aber auch wieder viele Kalorien: 384 Kalorien pro 100 g.

Nachdem wir nun wissen, womit wir es eigentlich zu tun haben, können wir uns dem Test und unseren – yiepieehhh – Süßigkeiten widmen ;-). Zum Testen gab es dieses Mal einen Erdnuss Aufstrich, verschiedene Schokoladen, Kokosblütenzucker und Erythrit.

Erdnuss Creme
Dieser süße Aufstrich besteht zu 42 % aus Erdnüssen und wird mit Xylit gesüßt. Die Creme reicht intensiv nach Erdnuss, hat eine schön cremige Konsistenz und lässt sich gut streichen. Pur merken wir den kühlenden Effekt des Xylits sehr, auf dem Brot schmeckt man das dann jedoch nicht mehr heraus und dort überzeugt uns der Aufstrich als super Alternative zu Nutella oder anderen gezuckerten Aufstrichen. Wir vergeben 9 von 10 Punkten.

 

Nuss-Mix Schokolade
Optisch macht die Nuss-Mix Schokolade auf jeden Fall was her: Auf der Rückseite kann man eine Mischung aus verschiedenen Nüssen sehen, die über die Tafel verteilt sind. Leider hat diese „Anordnung“ aber auch ihre Nachteile: Zum einen fallen die ganzen Nüsse schnell heraus, wenn man die Schokolade in Stücke bricht, zum anderen gibt es vor allem am Rand Bereiche, in denen gar keine Nüsse sind. Grundsätzlich lässt sich zu allen von uns getesteten Schokoladen sagen, dass man sie am besten im Kühlschrank lagern sollte, weil sie bei Raumtemperatur doch schnell sehr weich werden und dann auch im Mund die Konsistenz nicht sehr angenehm ist. Anfangs hatten wir sie noch weich probiert und waren leider gar nicht begeistert. Nachdem wir sie aus dem Kühlschrank geholt hatten, war die Schokolade schön fest und knackte beim Reinbeißen: So soll es sein! Jedoch gibt es leider noch einen zweiten Nachteil bei allen Schokoladen, die mit Erythrit gesüßt sind: Wir haben sehr deutlich den kühlenden Effekt im Mund gespürt und das hat uns leider nicht gut gefallen. Das ist natürlich persönliche Geschmackssache und vielleicht gewöhnt man sich auch daran. Bei uns kamen die Schokoladen deshalb aber nicht so gut an.
Die erste Nuss-Mix Schoki bekommt von uns, aufgrund der Nuss-Problematik, 5 von 10 Punkte.

Latte Macchiato
Auf den ersten Blick dachten wir, die Schokolade wäre angelaufen. Aber nein: Es gibt einen hell-dunklen marmorierten Verlauf, der so gewollt ist :-). Die Schokolade riecht sehr lecker nach Kaffee und hat gekühlt auch eine angenehme Konsistenz. Man schmeckt den Kaffee heraus, jedoch nicht so sehr, dass es störend wäre. Geschmacklich also top! Wäre da nicht das kühlende Erythrit 🙁 Wir vergeben 7 von 10 Punkten.

Dunkle Orange

Der Geruch nach Orangen erinnerte uns gleich an Weihnachten. Die dunkle Schokolade schmeckt angenehm, nicht zu süß und leicht nach Orange. Wir merkten jedoch einen leicht herben, kratzigen Nachgeschmack und natürlich wieder den kühlenden Effekt. Wir vergeben hier 6 von 10 Punkten.

 

 

 

Vollmilch

Die Schokolade an sich ist erst einmal geruchsneutral. Sie schmeckt schokoladig, aber vielleicht nicht ganz so süß wie man es von normal gezuckerten Vollmilch-Sorten gewöhnt ist. Da wir generell nicht so große Vollmilch-Schokoladen-Fans sind (laaaangweilig 😉 ) und auch hier das Erythrit wieder störend war, vergeben wir 6 von 10 Punkten.

 

 

Kokosblütenzucker

Der Kokosblütenzucker war – neben der Erdnuss Creme – eindeutig unser Favorit. Wir lieben den karamelligen Geschmack und süßen gerne unsere Gerichte, Getränke oder auch Süßspeisen mit dem braunen Zucker. Hier geben wir natürlich 10 von 10 Punkten!

 

 

 

Erythrit + Stevia

Dieser Zuckeralternative besteht aus einer Mischung von Erythrit und Stevia. Somit soll der Stevia Nachgeschmack gemindert werden und trotzdem hat man eine zuckerähnliche Süße, jedoch ohne Kalorien und zahnfreundlich. Wir haben mit dem Zuckerersatz Getränke und Speisen gesüßt und verarbeitet in den Gerichten ist uns der kühlende Effekt des Erythrit zum Glück nicht mehr so aufgefallen. Deshalb bekommt das Produkt 9 von 10 Punkten von uns.

Ihr möchtet selbst eure Erfahrungen mit den NO SUGAR SUGAR Produkten machen? Dann haben wir einen 10 % Rabatt-Gutschein für euch: fddb-test. Dieser gilt bis zum 31.10.2017.

Hinweis: Die Produkte wurden uns freundlicherweise kostenlos von der Firma NO SUGAR SUGAR zur Verfügung gestellt
Fotos: Fddb

It´s tea time

Ein paar warme Sonnentage wurden uns zum Glück schon beschert. Ganz können wir die Shorts und Flip Flops aber noch nicht aus dem Schrank holen, da es aktuell doch wieder etwas kühler ist. Aber gar kein Problem für uns: Denn wir durften verschiedene Teesorten probieren. Und da eigenen sich kühle Tage oder kuschelige Abende zu Hause doch besonders gut für. Natürlich kann man im Sommer Tee auch kalt genießen… dafür fehlten uns aber noch die entsprechenden Temperaturen ;-).

Während in China bereits 221 v. Chr. Tee getrunken wurde, ist das Heißgetränk in Europa erst seit Anfang des 17. Jahrhunderts bekannt. Ein Schiff der Niederländischen Ostindien-Kompanie brachte 1610 eine Ladung grünen Tee in die Niederlande. Circa 50 Jahre später wurde der Tee dann durch Katharina von Braganza am englischen Hof eingeführt und schuf damit die britische Teekultur. Bei den größten Teeverbrauchern weltweit ist Großbritannien mit 213 Litern pro Kopf und Jahr dann auch an fünfter Stelle. In Deutschland wird durchschnittlich lange nicht so viel Tee getrunken, wir befinden uns eher im Land der Kaffeetrinker. Ein kleiner Fleck in Deutschland jedoch übertrifft regional sogar den Teekonsum der Briten: Die Ostfriesen trinken 300 Liter pro Kopf und Jahr.

Doch trotz unserer Kaffeeleidenschaft ist Tee mittlerweile auch bei uns sehr beliebt und es gibt in den Geschäften eine große Auswahl an unterschiedlichen Teearten und -Sorten. Deshalb haben wir uns einmal umgeschaut und konnten von den Firmen ChariTea und Bad Heilbrunner eine kleine Auswahl an unterschiedlichen Tees probieren. ChariTea ist eine Hamburger Firma, die es sich zum Ziel gemacht hat, einen Beitrag zu einer gerechteren Welt zu leisten. Indem es ein Fairtrade Produkt anbietet, dass Sozialprojekte in den Anbauregionen unterstützt. Entsprechend stammen alle Teesorten von ChariTea aus biologischem Anbau, sie sind Fairtrade und dem Kauf der Produkte wird der Verein Lemonaid & ChariTea e.V unterstützt. Die Firma Bad Heilbrunner stammt – wie der Name schon andeutet – aus der bayerischen Gemeinde Bad Heilbrunn. Das Unternehmen bietet seit über 40 Jahren Tees und Naturheilmittel an und verbindet jahrhundertealte Heilkräuterkunde mit modernen Erkenntnissen der Phytomedizin, der Wissenschaft von Krankheiten und Beschädigungen sowie der Maßnahmen zur Gesunderhaltung von Pflanzen.

Nach den ganzen Infos sind wir nun sehr durstig geworden und möchten euch unseren Tee-Test nicht länger vorenthalten :-). Gestartet sind wir mit den Sorten von ChariTea. Positiv aufgefallen ist uns gleich zu Beginn das Design: Die Teebeutel kommen in kleinen quadratischen Boxen, wobei jede Box pro Sorte eine andere, kräftige Farbe aufweist. Ansonsten ist das Design eher schlicht und harmonisch. Es macht aber auf jeden neugierig auf den Inhalt. Jeder Teebeutel ist dann noch einmal in einer kleinen Tüte einzeln verpackt. Auch wenn wir denken, dass das noch mal extra Müll bedeutet – nur so sind die einzelnen Beutel aromadicht verpackt und behalten ihren ursprünglichen Geschmack. Öffnet man die bunten Tüten, kam die nächste Überraschung. Denn die Teebeutel sind nicht die typischen, sondern kleine Pyramiden-Säckchen. Diese Form soll dem Tee mehr Platz im Beutel geben, so dass sich der Tee im Wasser besser entfalten und mehr Geschmacks- und Aromastoffe abgeben kann. Ob das so genau stimmt, konnten wir beim Trinken nicht feststellen. Hübsch sehen die kleinen Pyramiden aber allemal aus 😉 Alle Sorten, die wir getestet haben, sollten mit 100° heißem Wasser aufgegossen werden und circa 5 bzw. 5 – 8 Minuten lang ziehen.

ChariTea detox
Diese Tee-Mischung besteht aus grünem Darjeeling und argentinischer Mate, verfeinert unter anderem mit frischem Zitronengras, Holunderblüten, Brennnessel und Zitronenmyrte. Der Tee riecht aufgebrüht sehr mild und dezent und schmeckt auch ebenso mild und leicht erfrischend. Augrund der Mate hatten wir einen herberen Geschmack erwartet, dies ist jedoch nicht der Fall. Wir sind von der ersten Sorte sofort begeistert, er innert uns an japanische Tees, und wir vergeben 10 von 10 Punkten.

 

ChariTea happy belly

Das Fenchel, Anis, Kümmel und Kamille gut für unseren Magen und unsere Verdauung sind, ist schon lange bekannt. Das haben sich auch die Macher von ChariTea zunutze gemacht und daraus den happy belly Tee gemischt. Der runde Geschmack der Mischung und die wohltuende Wirkung für den Magen hat uns auch hier überzeugt. Jedoch schmeckt er – durch die Kamille (siehe unten) ein bisschen nach „krank sein“ und wir vergeben hier 9 von 10 Punkten.

 

ChariTea chamomile

Kamillentee ist ein Klassiker und sehr beliebt. Vor allem wegen seiner beruhigenden, entzündungshemmenden und schmerzlindernden Wirkung ist der Tee sehr bekannt und wird oftmals als Heilmittel verwendet. Auch wir verbinden mit Kamillentee Kindheitserinnerungen… was aber leider nicht immer dem Tee zugute kommt. Denn wenn man den Geruch von Kamille mit Krankheit und „Du musst Tee trinken“ verbindet, entwickelt man als Kind eine leichte Abneigung dagegen ;-). Diese subjektive Erfahrung soll aber unser Testurteil nicht beeinflussen – nicht jeder muss Kamille lieben! Wir geben dem kleinen Wundermittel trotzdem 10 von 10 Punkten.

Die Verpackungen der Tees von Bad Heilbrunner sind deutlich bunter gestaltet, aber immer harmonisch nach einer Farbe ausgerichtet. Auch hier sind die einzelnen Beutel – des Aromas wegen – wieder in extra Beutelchen verpackt. Die unterschiedlichen Teesorten sollen alle mit sprudelnd kochendem Wasser aufgegossen werden und dann 5 – 10 Minuten ziehen. Positiv aufgefallen ist uns, dass an den keinen Zettelchen am Beutel noch einmal die Zieh-Zeit erwähnt wird. Meist hat man die Verpackung schon weggeschmissen und ist sich danach unsicher… wie lange soll der Tee jetzt noch mal ziehen? Für alle mit schlechtem Kurzzeit-Gedächtnis also eine echte Hilfe ;-).

Bad Heilbrunner Detox Plus

Dieser Kräutertee besteht aus einer Mischung von Brennnessel und Birke, verfeinert mit marinen Algen, Kornblumenblüten und Minze. Der Teebeutel riecht schon deutlich nach Minze und Brennnessel und auch aufgebrüht können wir diesen angenehmen Geruch wahrnehmen. Der Geschmack ist kräftiger als der detox Tee von ChariTea, schmeckt uns jedoch auch sehr gut. Vor allem der Frische-Kick durch die Brennnessel und Minze hat uns überzeugt. Den detox Tee von ChariTea fanden wir im direkten Vergleich jedoch einen Tick besser. Deshalb gibt es hier 9 von 10 Punkten.

Bad Heilbrunner Antiox Plus

Bei diesem Tee nehmen wir einen dezenten Duft nach Kräutern wahr mit einer leicht herben Note. Es handelt sich um einen Tee mit Goji und Matcha, der zusätzlich mit Goji-Geschmack aromatisiert wurde. Aufgebrüht hat der Tee eine rote Färbung und erinnert eher an einen Früchtetee. Auch der Geschmack ist eher fruchtig, bedingt durch die Goji-Beeren. Der Tee ist mild und angenehm im Geschmack. Wir fragen uns jedoch, warum er zusätzlich aromatisiert werden muss? Es gibt 8 von 10 Punkten.

 

Bad Heilbrunner Abwehr Aktiv

Auch der Abwehr Aktiv Tee erinnert durch seine rote Färbung und den starken, süßen Geruch eher an einen Früchtetee. Es handelt sich aber um einen Kräutertee mit Granatapfel, Sonnenhut, Zitronengras, Orangenblättern und Zitronenschalen. Zusätzlich wurde der Tee mit Granatapfel-Geschmack aromatisiert. Der Tee riecht süßer als er schmeckt. Beim Trinken kommen auch die Sauren Noten von Orange und Zitronengras durch. Insgesamt ist er herber als erwartet, jedoch trotzdem angenehm im Geschmack und offenbart uns eine „exotische“ Seite. Der Tee bekommt 8 von 10 Punkten.

Bad Heilbrunner Gute Nacht

Schon auf der Verpackung fällt die Abbildung des Lavendel auf. Und Lavendel ist bei diesem Tee auch Thema. Der Kräutertee besteht aus Lavendel, Hopfen und Melisse und riecht sowohl im Beutel als auch aufgebrüht nach Lavendel. Beim Trinken ist der Lavendel dann aber nicht mehr so dominant, hier schmeckt man eher Melisse und etwas Orange als erfrischende Komponenten heraus. Insgesamt hat der Tee einen angenehmen, milden Geschmack. Wir vergeben die volle Punktzahl: 10 von 10!

Bad Heilbrunner Basisch Vital

Zuletzt konnten wir noch den Basisch Vital Tee testen. Es handelt sich um einen Kräutertee mit grünem Hafer und Lindenblüten, natürlich aromatisiert mit Brombeer-Geschmack. Aufgebrüht hat der Tee eine schöne dunkelrote Farbe und riecht sehr fruchtig. Auch dieser Tee würde Früchtetee-Fans sicherlich gefallen. Der Geschmack ist mild sowie etwas blumig und fruchtig. Er bekommt von uns 8 von 10 Punkten.

 

 

Fazit: Tee in Hülle und Fülle

Nach dem vielen Tee mussten wir am Ende des Tests ja topfit (super Abwehr), entgiftet (detox), wach (Matcha) und müde (Gute Nacht Tee) sein sowie einen ausgeglichen Säure-Basen-Haushalt haben :-). Ganz ehrlich: Von ein, zwei Tassen Tee trinken haben wir so schnell keine Wirkung merken können. Der Begriff „detox“ ist im Bereich der Ernährung generell umstritten und das Entgiften des Körpers ist wissenschaftlich nicht bewiesen. Auch schläft man nach einer Tasse Gute Nacht Tee natürlich nicht sofort ein ;-). Nichtsdestotrotz sind heilende und wohltuende Wirkungen von Kräutern belegt und Tee trinken an sich ist auch einfach beruhigend und entspannend. Wir können euch also keine Wunderheilung versprechen – und das tun die Hersteller der Tees ja auch nicht – aber wir können ganz sicher sagen, dass uns die verschiedenen Teesorten sehr gut geschmeckt haben und einen schönen Einblick in die weite Welt des Tees gegeben haben.

Hinweis: Die Produkte wurden uns freundlicherweise kostenlos von der Firma Bad Heilbrunner und ChariTea zur Verfügung gestellt

Fotos: Fddb