Erfolgsgeschichte des Monats April: Wolfgang

Die Erfolgsgeschichte im April dreht sich ganz um den 59-jährigen Wolfgang, der unter anderem mit Hilfe von Fddb stolze 50 kg abnehmen konnte. Aber er ist noch immer nicht am Ziel, wie er selbst sagt.

Seit seiner Schulzeit schon war der Nordrhein-Westfale übergewichtig. Damals kamen zu Hause große Portionen auf den Teller, die aufgegessen werden mussten. Lebensmittel wurden in den 60er Jahren nicht einfach weggeschmissen. Auch mit dem damaligen Maß an fettreichen Portionen wurde eher unwissend umgegangen. „Ein Beispiel: Kam die Butter zu kalt aus dem Kühlschrank und konnte nicht gestrichen werden, wurde die eben in Scheiben auf das Brot gelegt und der Belag dick oben auf. Wenn dann meine Eltern mit Diäten bei mir angefangen haben, habe ich mein Taschengeld in Bäckereien gelassen. Hungern wollte ich ja auch nicht“, so Wolfgang.

Einen Antrieb abzunehmen gab es für Wolfgang als Jugendlicher nicht, da er das große Glück hatte, sich mit allen Mitschülern gut zu verstehen und wegen seines Gewichts nie gemobbt oder verurteilt wurde. Mit 16 Jahren wog Wolfgang bereits immense 114 kg, was in seinem Alter einem BMI von über 37 entsprach. Nicht einmal die Freundin und heutige Frau hat das extreme Übergewicht gestört. Und auch später im Berufsleben ging er mittags mit den Kollegen in Fast Food Läden oder Restaurants essen und aß am Abend noch einmal eine große warme Mahlzeit. „Während andere Wegbeschreibungen anhand von Straßennamen gegeben haben, konnte ich Wegbeschreibungen mit Hilfe von Bäckereien geben: An der Bäckerei, dort gibt’s den besten Käsekuchen, musst du links, dann weiter zur nächsten, dort gibt’s die besten Mandelhörnchen… usw.“, beschreibt Wolfgang seine Vergangenheit. Die energiereichen Essgewohnheiten hatten sich über die Jahre eingebrannt, doch die Konsequenzen ließen nicht mehr lange auf sich warten.

wolfgang

In den 80er Jahren startete Wolfgang unter ärztlicher Aufsicht seinen ersten Abnehmversuch. Ohne Sport ersetzte er mittels eines Pulvers seine Mahlzeiten. Diese Nulldiät verschaffte ihm zwar zunächst 30 kg Erleichterung. Ein halbes Jahr später jedoch waren bereits 35 kg wieder drauf. Völlig gefrustet begann Wolfgang einen nächsten Anlauf, Gewicht zu verlieren. Mit einer Zeitschriften-Diät, die es übrigens auch heute noch gibt, scheiterte Wolfgang leider ein weiteres Mal. Er verfiel bald wieder in die völlig eingefleischten Essensmuster mit großen Portionen zum Mittag und am Abend. Das Frühstück fiel dabei eher karg aus.

Es kam, wie es kommen musste. Mit 147,5 kg wurde Wolfgang im April 2013 zu einem mehrwöchigen Aufenthalt in eine Reha-Klinik einquartiert. Ein schlimmer Bandscheibenvorfall, Diabetes II und Bluthochdruck sind die buchstäblich schwerwiegenden Folgen aus der langen Zeit des Übergewichts. In der Klinik ging Wolfgang zur Ernährungsberatung. Dort wurde ihm vermittelt, dass er auch mit nur 60 Gramm Fett pro Tag und gesunder Kost satt werden und dabei trotzdem Gewicht verlieren könne. Unter professioneller Anleitung, ohne Verbote und mit Sport nahm Wolfgang innerhalb von 3 Wochen 10 kg Körpergewicht ab. Ein toller Erfolg für ihn. „Allerdings habe ich den Fehler gemacht hochzurechnen und gedacht, noch ein halbes Jahr und du hast 50 kg weg – weit gefehlt“.

Nach dem Reha-Aufenthalt recherchierte Wolfgang online nach einem geeigneten Abnehmprogramm und stieß dabei auf Fddb. „Schnell habe ich die Vorteile dieses Programms erkannt, vor allem mit der Premium-Mitgliedschaft, in der meine Rezepte und Ess-Dokumentationen dauerhaft gespeichert werden“, erzählt er. Mit Fddb konnte Wolfgang beim Naschen das Maß halten und seinen Energieverbrauch durch Sport sowie die Energiezufuhr durch Nahrung dokumentieren. Die Kilos purzelten plötzlich, dennoch stagnierte irgendwann das Gewicht: „Gerade im letzten halben Jahr musste ich die Zähne zusammenbeißen und durchhalten – ich war echt frustriert, dass das Gewicht partout nicht fallen wollte, sondern, im Gegenteil, sogar nach oben ausgerissen ist“, erzählt Wolfgang heute. Seine Motivation behält er dennoch: „Ich kann jedem nur raten, in dem Fall nicht die Flinte ins Korn zu werfen, sondern sein Programm stur durchzuhalten – es fällt auch wieder, ganz automatisch, wie auch an meiner Kurve zu sehen ist. Trotz ernährungsbedingten Ausreißern wie Weihnachten oder Ostern. Man nimmt ja auch nicht zwischen Weihnachten und Neujahr zu, sondern zwischen Neujahr und Weihnachten. Und gerade die grafische Darstellung des Gewichtsverlaufes bei Fddb motiviert mich jeden Tag aufs Neue.“

wolfgang kurve

Von den 147,5 kg sind heute nur noch 97 kg übrig. Wolfgang konnte bisher rund 50 kg abnehmen. Durch gesünderes Essen und 8 bis 10 Stunden Sport pro Woche, wie Fahrradfahren, Joggen und Reha-Fitness, kommt Wolfgang seinem Ziel von 92 bis 93 kg immer näher. Denn dann liegt er im Idealbereich und hat es endlich geschafft! Auch neue Leidenschaften wie Schneeschuhtouren, Hüttenwanderungen und Klettersteiggehen hat Wolfgang mit der Zeit für sich entdeckt: „Ohne sportliche Betätigung geht’s nicht! Je leichter man wird, umso mehr macht Sport auch Spaß. Jeder Übergewichtige, der sich einredet, sich in seinem Körper wohl zu fühlen, macht sich selbst was vor – das habe ich auch Jahrzehnte getan. Ich habe eine komplett neue Lebensqualität“. Die Gewichtskurve spricht Bände! Wolfgangs Blutdruckprobleme sind passé, alle Blutwerte sind im Normalbereich. Nur die Bandscheibe zwackt manchmal noch. Aber das wird hoffentlich auch bald überstanden sein.

Wir sind sehr stolz auf dich, Wolfgang, und wünschen dir für die letzten paar Kilos ganz viel Erfolg!

Habt auch ihr Lust, eure Fddb-Erfolgsgeschichte mit uns und unseren Lesern zu teilen? Schreibt einfach eine Nachricht an erfolg@fddb.info! Jede veröffentlichte Geschichte wird mit einer kostenlosen Premium-Mitgliedschaft bei Fddb belohnt! Wir freuen uns auf eure Erfolge!

Euer Fddb-Team 🙂

6 comments

  1. Hans sagt:

    Wow, großartig! Ich habe zwar nicht ganz so viel abgespeckt, finde mich aber doch in einigen Details wieder. Das genaue Tracking der aufgenommenen Kalorien etwa, die gewonnene Lebensqualität vor allem auch durch Sport, die kleinen Schlenker nach oben im Gewichtsverlauf, sich gerade dadurch immer wieder neu motivieren…

    Im FDDB Forum wird oft die „Zauberformel“ erwähnt – ein Beitrag, in dem die Elemente des auf lange Sicht funktionierenden Abnehmens umrissen sind. Und dass es eben nicht wirklich eine „Zauberformel“ oder Wunderdiät etc. gibt sondern es das Zusammenspiel verschiedener kleiner Bausteine ist, die man „nur“ konsequent durchziehen muss. Das macht auch Wolfgangs Beispiel wieder einmal deutlich.

  2. Wolfgang sagt:

    Ich teile nicht nur den Vornamen sondern habe ein ähnliche Geschichte. Ich wurde nur frúher von Arteriosklerose und einer Bypass Op erwischt. Sogar danach konnte ich es erst nicht glauben das mich so ein bisschen Bauch umbringt. Bis der Arzt immer strenger guckte. Und plötzlich war der frühe Tod durch die Folgen der Adipositas nur noch ein paar Jahre entfernt. Das Kie schmerzte. Schuhe zubinden gestrichen. Es gibt ja Slipper. Überall tauchten neue körperliche Grenzen auf. Die reine Todesangst brachte mich erst zum Umdenken. In dem Buch Fettlogik fand ich den Hinweis auf fddb. Jetzt habe ich durch zählen der Kalorien und einhalten der 1000 er Grenze bereits 15 kilo verloren und spüre die Wirkungen sehr deutlich. Das Schnaufen wird weniger. Es gibt tatsächlich kein Abnehmgeheimnis. Aber der Mensch ändert erst etwas wenn er es absolut nicht mehr aushalten kann

  3. Hildegard Stötzel sagt:

    Bravo Wolfgang,
    ich kann es nachempfinden, ich habe Diabetes Typ 2, mein Tagebuch hilft mir ungemein bei meiner „Diät“ die eigentlich keine Diät ist….meine Werte sind z.Zt. im Normal-Bereich. Mein Doktor hat mich sehr gelobt….und jetzt geht es weiter an den Speck…..Bewegung ist alles….anfangen, um den BMI zu senken, das schafft man auch.
    Lieber Wolfgang weiterhin viel Erfolg….und bei diesen Erfolgen darf man auch strahlen.
    Liebe Grüße GrandLady

  4. Birgit sagt:

    „Mit 16 Jahren wog Wolfgang bereits immense 114 kg, was in seinem Alter einem BMI von über 37 entsprach“

    Was hat das Alter mit dem BMI zu tun? Der BMI berechnet sich aus Gewicht und Grösse. Das Alter geht in die Berechnung nicht ein. So einen Schnitzer hätte ich bei Euch nicht erwartet.

    Oder bezieht sich das darauf, dass man mit 16 noch ein paar cm in der Höhe zulegen kann? Auch dann ist die Formulierung etwas seltsam.

    • Julia Fischer sagt:

      Hallo Birgit, danke für deinen Kommentar. Der BMI berechnet sich, wie du bereits sagtest, aus Körpergröße und Gewicht. Allerdings ist er altersabhängig. Jede BMI-Tabelle zeigt dir die BMI-Bereiche in Relation zum Alter an. Außerdem unterscheiden sich die Bereiche bei Männern, Frauen, Kindern und Menschen mit Amputationen. Mehr Infos zum BMI findest du bei Google oder bei uns: http://fddb.info/db/de/lexikon/bmi/index.html

  5. Toller Artikel! Die Geschichte ist der meinen ziemlich ähnlich. Ich hatte auch einige Kilos zu viel auf den Hüften. Dummerweise habe ich mich deswegen schon in die ein oder andere Crash-Diät gestürzt, die genau wie bei Wolfgang erst schnellen Erfolg zeigte, aber danach gnadenlos in den Jojo-Effekt überging.
    Von solch intensiven Diäten sollte man die Finger lassen. Langfristigen Erfolg können nur leichte Diäten über größere Zeiträume & regelmäßiger Sport bringen.
    Lg