Grenzenlos Sport machen? Wir haben’s getestet! Urban Sports Club Testbericht Teil I

Mittlerweile gab es schon viele Testberichte, in denen wir uns den Bauch mit Schokolade, Müslis, Nudeln und Co. voll geschlagen haben. Deshalb musste als Ausgleich Sport her! Das Fitnessstudio war aber gerade gekündigt und ich noch unschlüssig, was ich als nächstes machen möchte, als sich die Gelegenheit ergab, den Urban Sports Club in Berlin zu testen. Perfekt! Damit würde sich doch bestimmt etwas gegen die Test-Kalorien machen lassen ;-).

Screenshot der Startseite

Urban Sports Was?

Manche fragen sich jetzt vielleicht: Urban Sports Club – Was ist das überhaupt? Der Club bietet eine Sport-Flatrate für Berlin, Frankfurt, Hamburg, Köln, München, Stuttgart oder Potsdam. Weitere Städte sollen demnächst folgen. Mit meiner Mitgliedschaft im Urban Sports Club konnte ich in den letzten beiden Monaten aus 1.500 Sportaktivitäten bei über 200 Partnern in ganz Berlin wählen. Zu den Partnern gehören Fitnessstudios, Tennis-Clubs, Kampfsport-Schulen, Yoga-Studios, Schwimmbäder, Physiotherapeuten und viele viele mehr. Auf den ersten Blick also eine sehr große Auswahl, wobei sich die Partner natürlich auf ganz Berlin verteilen. Außerdem gibt es zwei verschiedene Tarife, die M- und die L-Mitgliedschaft. Der M-Tarif kostet 59 Euro im Monat und kann bei 177 Partnern genutzt werden. Ausgeschlossen sind hier Massagen, EMS-Training und Personal Training. Alle Angebote an aktuell 206 Standorten können mit dem L-Tarif genutzt werden, der 99 Euro pro Monat kostet. Beide Tarife können immer zum Folgemonat gekündigt werden.

Wie funktioniert das Ganze?

Stadtplan mit Überblick der SportangeboteUm Mitglied beim Urban Sports Club zu werden, muss man sich online anmelden und bekommt nach ein paar Tagen eine Mitgliedskarte mit Foto zugeschickt. Außerdem braucht man die App auf dem Handy, da man sich mit dieser bei den Partnern „eincheckt“.  Nach der Anmeldung schaute ich mir natürlich erst einmal ausführlich die verfügbaren Sportangebote auf der Webseite an: Was gibt es wo und wann und was davon interessiert mich? Und ich merkte ganz schnell: Das dauert erst einmal. Ich verbrachte anfangs wirklich viel Zeit vor dem Rechner, um mich durch das Angebot zu klicken: Der eine Kurs erschien interessant, war mir aber zu weit weg. Der andere passte zeitlich leider nicht zu meinen Arbeitszeiten. Und was ist denn überhaupt osmanisches Bogenschießen? Natürlich kann man durch einen Filter eingrenzen, dass nur die Sportangebote im eigenen Bezirk angezeigt werden. Aber ich fand es ja schon spannend, was es alles gibt und war auch bereit für neue Kurse etwas weiter weg zu fahren. Deshalb scrollte ich mich vor allem anfangs meist durch das ganze Angebot. Zum einen interessierten mich dabei die Sportarten, die ich kenne und gerne ausübe, wie zum Beispiel Yoga, Kampfsport, Fitnesskurse oder Schwimmen. Zum anderen entdeckte ich aber auch viele neue spannende Sachen, die ich gerne ausprobieren wollte, beispielsweise Krav Maga, bereits erwähntes osmanisches Bogenschießen oder Capoiera.

Webseite und App und Kundenservice

Wie oben schon beschrieben stellt die Webseite das ganze Sportangebot vom Urban Sports Club dar. Dank Filter kann man gezielt nach einer bestimmten Sportart, einem bestimmten Stadtteil und/oder einem bestimmten Tag suchen. Wenn man sich für ein Angebot interessiert, gelangt man per Klick auf ausführlichere Informationen über die Aktivität und den Partner. Außerdem stehen hier die Konditionen: Screenshot der Webseite vom PartnerangebotWie oft kann ich mit meiner Mitgliedschaft das Angebot im Monat oder in der Woche nutzen, muss man sich gegebenenfalls vorher per E-Mail bei dem Partner anmelden oder gibt es sonst wichtige Hinweise. Außerdem gibt es hin und wieder auch Angebote, die zusätzlich noch Geld kosten. Möchte man beispielsweise den Kurs Aerial Yoga in Prenzlauer Berg besuchen, ist ein Aufpreis von sieben Euro zu zahlen. Diese zusätzliche Gebühr fand ich etwas verwirrend, da der Urban Sports Club auf seinen Seiten schreibt, dass es neben der monatlichen Gebühr keine weiteren Kosten mehr gebe. Mir ist dieser Fall aber auch nur ein oder zweimal aufgefallen. Positiv finde ich, dass man auf der Partner-Seite alle Angebote des Partners auf einen Blick sieht. Wenn mir also ein Kurs dort schon gefallen hat, möchte ich sehr wahrscheinlich auch weitere Kurse zu anderen Terminen bei ihm besuchen. Ein wenig schade finde ich jedoch, dass man Kurse oder Partner, die man gut findet, nicht in einer Art Merkliste speichern kann. Dafür kann man einen Sporttermin zu seinen eigenen Sportaktivitäten im Account hinzufügen.  Danach erscheint jedes Mal ein großer Layer, mit dem man Freunde aus dem Urban Sports Club Netzwerk zu dem Termin einladen kann. Diese Funktion hat mich ehrlich gesagt etwas genervt. Zum einen hatte ich anfangs noch niemanden in meinem Netzwerk – wen sollte ich also einladen? Und zum anderen möchte ich auch nicht bei jedem Termin andere Nutzer mit meiner Nachricht „zuspammen“. Hier wäre es besser gelöst, wenn man andere Mitglieder über einen Button einladen kann, jedoch nicht jedes Mal mit dem Layer dazu „gezwungen“ wird ;-). Manchmal fand ich die Angaben zu den Kursen auch zu ungenau: Wenn ich lese, dass der Kurs Intermediate Level ist, weiß ich damit immer noch nicht genau, was genau „Intermediate“ bedeutet und ob ich das richtige Level dafür habe. Außerdem gab es Kurse, bei denen man eigene Ausrüstung hätte gebrauchen und mitbringen können, dies bei der Beschreibung aber nicht erwähnt wurde.

Die App auf dem Handy braucht man schließlich, wenn man sich für ein Angebot entschieden und vor Ort bei dem Partner einchecken möchte. Damit ist man zum einen offiziell beim Partner angemeldet und zum anderen sieht man die eingecheckten und besuchten Kurse auch im eigenen Account. Viele Partner hatten jedoch gar keinen QR-Code zum einchecken, hier musste man sich  vor Ort einfach in eine Liste eintragen. Meine Mitgliedskarte musste ich übrigens kein einziges Mal vorzeigen. Wozu ich die also genau habe, ist mir bis heute unklar ;-). Schade finde ich, dass die App wirklich nur zum Einchecken und zur Übersicht der besuchten Kurse dient. Wenn man schon die Urban Sports Club App installiert hat, fände ich es sinnvoll, dass man dort auch das gesamte Sportangebot durchsuchen kann. Das geht aber nur auf der Webseite online. Was manchmal etwas unpraktisch ist, wenn man gerade unterwegs ist und auf dem Handy gucken will, wo man noch sporteln möchte…

Vom Urban Sports Club Kundenservice war ich übrigens sehr positiv überrascht. Über ein Formular hatte ich mich erkundigt, ob es bald auch ein Fitnessstudio bei mir in der Nähe geben würde, das als Partner aufgenommen wird. Und ich bekam sehr schnell eine freundliche Antwort zurück. Auch wenn es mit dem Fitnessstudio noch etwas dauern kann, so wurde dennoch auf meinen Hinweis eingegangen und ich konnte auch selbst Studios vorschlagen.

Das Angebot: Von Aerobic über Massagen bis zu Zumba

3.000 Sportaktivitäten bei über 200 Partnern in Berlin ist erst einmal ein großes Angebot. Auch die Screenshot Urban Sports Club von SportangebotenBandbreite der Aktivitäten kann sich sehen lassen, so kann man unter anderem Basketball oder Badminton spielen, Bouldern gehen, Gesundheits- oder Kräftigungskurse besuchen, Kampfsport machen, Klettern, Schwimmen und Tanzen gehen sowie eine Massage oder einen Personal Trainer buchen. Das Angebot erstreckt sich über ganz Berlin und entsprechend ist natürlich nicht jeder Kurs immer direkt um die Ecke. Wie bereits erwähnt war ich anfangs noch sehr motiviert und wollte auch längere Strecken in Kauf nehmen, um neue Sportarten auszuprobieren. In der Umsetzung sah es dann aber doch etwas anders aus. Im Laufe der letzten beiden Monate besuchte ich doch eher die Partner, die um die Ecke und schnell zu erreichen sind. Von meiner Wohnung im Prenzlauer Berg aus schaffte ich es nur bis nach Friedrichshain, Mitte und in den Wedding. Alles darüber hinaus fiel durch mein Raster. Und in der näheren Umgebung erschien das Angebot dann plötzlich gar nicht mehr so groß. Im Umkreis gibt es zum Beispiel einige Yoga-Studios, eine Schwimmhalle, eine Physiotherapie-Praxis und an manchen Tagen Krav Maga. Ein Fitnessstudio, um einfach mal aufs Laufband zu gehen oder Aerobic Kurse zu besuchen, fehlt in meiner Umgebung jedoch leider ganz. Auch über ein Tanzstudio in meiner Nähe hätte ich mich sehr gefreut. Aber das ist natürlich  sehr subjektiv und davon abhängig, welche Sportarten man gerne macht. Generell ist das Angebot sehr groß, es ist nur nicht immer alles direkt in der Nähe.

Welche Angebote ich genau besuchte und wie es mir dabei erging, erfahrt ihr im zweiten Teil des Urban Sports Club Tests! Für alle, die jetzt schon Lust bekommen haben, beim Urban Sports Club mit zu machen, gibt es hier ein Angebot.

Hinweis: Die Mitgliedschaft wurde uns vom Urban Sports Club kostenlos zur Verfügung gestellt.

Fotos: Fddb und Urban Sports Club

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