Fddb-Saisonkalender: Obst und Gemüse im November

KALENDERBLATT November Rahmen_500Pilze, Nüsse, und viele andere Leckereien bringt uns der Monat November auf unseren bunten Speiseplan, auch wenn es draußen immer kühler und dunkler wird.

Erdnüsse und Haselnüsse liefern uns viele wertvolle Inhaltsstoffe und Energie zum Auftanken und Konzentrieren. Zudem stecken in ihnen viele Substanzen, die unserer Gesundheit gut tun. Jeden Tag eine Hand voll Nüsse soll u.a. unser Herz und unsere Arterien schützen und den Cholesterinspiegel senken. Zwar ist der Fettgehalt von Nüssen nicht gerade niedrig, doch handelt es sich meist um gesunde, ungesättigte Fettsäuren. Die Erdnuss gehört botanisch gesehen nicht zu den Nüssen, sondern zu den Hülsenfrüchten. Pilze sind sehr kalorien– und fettarm, da sie zu etwa 75% aus Wasser bestehen. Sie machen lange satt, auch wenn unser Magen manchmal viel zu tun hat, um sie zu verdauen. Sehr beliebt sind unter anderem Champignons. Allein in Europa gibt es etwa 40 verschiedene Sorten. Auch der Austernseitling oder Austernpilz ist bei den Deutschen sehr beliebt und übrigens das ganze Jahr über im Handel erhältlich. Austernpilze sind reich an Vitaminen der B-Gruppe und enthalten sogar Vitamin D, das sonst fast nur über das Sonnenlicht aufgenommen werden kann oder in tierischen Produkten vorkommt.

Eine wahre Vitamin-A-Bombe in der nasskalten Jahreszeit ist die Kaki, einer in Ostasien beheimateten Obstsorte, die in Deutschland vor allem von Oktober bis Dezember erhältlich ist. Eine Unterart der Kaki ist die Persimon(e). Das orangefarbene Fruchtfleisch der reifen Persimon schmeckt herrlich süß und saftig, während unreife Früchte aufgrund des hohen Tanningehaltes eher ein pelziges Gefühl im Mund hinterlassen. Heutzutage importiert der deutsche Handel seine Persimons meist aus Spanien. Eine weitere Zuchtform der Kaki ist die Sharonfrucht. Die Cranberry ist auch unter den Namen großfrüchtige Moosbeere, Kranich- oder Kranbeere bekannt. Die kleinen, dunkelroten Beeren sind mit der Heidel- und Preiselbeere verwandt und werden vor allem in Nordamerika großflächig kultiviert. Hierzulande kennt man sie vor allem in getrockneter Form, u. a. in Nussmischungen oder als süßen Snack. Die frischen, puren Cranberrys trumpfen mit einem hohen Gehalt an Vitamin A auf, sind aber in dieser Form sehr sauer und herb. Ob Cranberrys und speziell Cranberrysaft gegen Harnwegsinfekte und Blasenentzündungen helfen, darüber sind sich Wissenschaftler nicht einig. Durchgeführte Studien sind leider nicht eindeutig.

In den letzten Jahren bei uns immer beliebter geworden ist die Süßkartoffel, auch Batate genannt. Christoph Columbus brachte die Knolle, die farblich sehr unterschiedlich aussehen kann, von seinen Seefahrten von Südamerika mit nach Europa. Süßkartoffeln schmecken nicht nur wunderbar und leicht süßlich, sondern sind sehr gute Nährstofflieferanten. Sie enthalten viele Vitamine, Ballaststoffe, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Zudem sind sie sehr fettarm und in der Küche vielseitig einsetzbar. Einen sehr intensiven, unverwechselbaren Geschmack hat der Fenchel, ein Gemüse, das vor allem in der mediterranen Küche sehr beliebt ist. Schon früh erkannte man, dass das Gemüse den Magen-Darm-Trakt beruhigt und Erkältungsbeschwerden lindert. Allerdings ist Fenchel aufgrund seines starken Aromas nicht bei Jedermann beliebt. Auch Quitten haben im Herbst Saison. Sie ähneln äußerlich, je nach Sorte, den Birnen oder Äpfeln und sind roh nicht zum Verzehr geeignet, da sie eine sehr harte Schale und sehr festes Fruchtfleisch haben. Sie eignen sich besonders gut zur Herstellung von Marmelade, Gelee und Saft oder als Zutat von Kuchen und Desserts. Auch gesundheitlich haben die Früchte einiges zu bieten. Sie liefern z.B. viel Kalium, Eisen, Zink und Folsäure sowie viele Ballaststoffe. Die Kerne der Quitten kann man sogar trocknen und bei Halsweh wie ein Hustenbonbon lutschen. Allerdings sollte man die Kerne nicht zerbeißen, da sich sonst ein sehr bitterer Geschmack breit macht.

Gesamt mit Rahmen_November_500

Fotos: Fddb

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