Glutenunverträglichkeit – Wenn Getreide zum Feind wird

Siegel_Glutenfrei

Foto: Fddb

Eine Glutenintoleranz, auch Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie genannt, ist eine chronische Erkrankung, bei der der Dünndarm das in Getreideprodukten enthaltene Gluten (Klebereiweiß) nicht verdauen kann und somit die typischen Symptome wie Durchfall und Bauchschmerzen hervorgerufen werden. Frauen sind häufiger als Männer betroffen und Studien zeigen, dass immer mehr Menschen an einer Zöliakie erkranken. Mittlerweile gibt es in den Discountern und Supermärkten eine Vielzahl explizit glutenfreier Produkte. Wenn diese einen Glutengehalt von maximal 20 mg/kg aufweisen, dürfen sie die Bezeichnung „glutenfrei“ tragen. Ein Siegel, das von der Deutschen Zöliakie-Gesellschaft herausgegeben wird, kennzeichnet glutenfreie Produkte und hilft betroffene Verbraucher bei ihrem Einkauf. Die Zöliakie sollte nicht mit der Weizenallergie und der Glutensensitivität verwechselt werden.

Häufigste Symptome: Bauchschmerzen und -krämpfe, Durchfall, Blähungen, Migräne, Depression, Schlaflosigkeit. Viele Betroffene leiden jedoch unter unspezifischen bzw. gar keinen Symptomen.

Ursache: Zöliakie ist eine Autoimmunerkrankung. Das in Getreideprodukten enthaltene Klebereiweiß Gluten (ausgesprochen „Gluteen“), bzw. der darin enthaltene Stoff Gliadin ruft bei Betroffenen eine Entzündung der Dünndarmschleimhaut hervor. Dadurch werden die in der Schleimhaut befindlichen Dünndarmzotten zerstört, so dass viele Nährstoffe nicht in die Blutbahn gelangen können und somit unverdaut bleiben.

Diagnose: Mittels Bluttest und/oder Gewebeprobe des Dünndarms.

Behandlung: Nur durch einen lebenslangen Verzicht auf glutenhaltige Produkte.

Gluten ist enthalten in: Fast allen gängigen Getreidesorten wie Weizen, Roggen, Hafer, Gerste, Dinkel und Grünkern. Dementsprechend müssen auch Produkte wie Mehl, Nudeln, Brot, Stärke, Grieß, Kuchen, Gnocchi, Pizza sowie panierte Waren gemieden werden.
Toastbrot_500Foto: Fddb

Weitere Infos: Deutsche Zöliakie Gesellschaft e.V.

Rezepte für eine glutenfreie Ernährung: MensHealth

Bitte beachtet: Diese Informationen ersetzen keinesfalls einen Arztbesuch und sollten niemals als alleinige Quelle für gesundheitsbezogene Entscheidungen verwendet werden.

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