Yoga unterwegs: Testbericht Yoga-Reisematte

Diesen Sommer waren wir viel unterwegs: Sommerurlaub, ein kleiner Ausflug am Wochenende oder auch mal eine berufliche Reise. Das schöne dabei war: Wir mussten auf unsere Yoga-Praxis nicht verzichten, denn die Übungen kann man überall machen. Noch besser ist es natürlich, wenn man auch eine Yogamatte dabei hat. Zum Glück durften wir die yogimat® sun travel testen!

Alle Yogis kennen das Problem: die richtige Matte zu finden. Die eine ist zu rutschig, die andere zu weich oder zu hart, am besten wäre ein Produkt aus ökologischer Produktion und schön aussehen sollte sie auch noch. Und dann hat man seine perfekte Matte gefunden und merkt, dass man sie leider nicht mit den Urlaub nehmen kann, weil sie zu schwer ist oder gerollt einfach nicht in den Koffer passt. Aus diesem Grund gibt es spezielle Reise-Yogamatten, die dünner sind und sich falten lassen. Für euch haben wir die Yogamatte yogimat® sun travel aus dem Onlineshop yogistar.com getestet.

Die Yogamatte besteht aus einem speziellen Naturkautschuk und ist ganz und gar ökologisch sowie schadstofffrei. Sie ist für Allergiker geeignet und auf der Webseite wird auf die besondere Rutschfestigkeit hingewiesen. Nach dem Auspacken fiel uns als erstes der intensive Geruch auf: die Matte roch extrem nach Gummi. Und da man beim Yoga oftmals direkt mit der Nase auf der Matte liegt, war das anfangs etwas unangenehm. Nach ein paar Tagen Auslüften verflog der Geruch jedoch. Als nächstes bemerkten wir die bereits auf der Webseite beworbene Rutschfestigkeit. Die Oberfläche der Matte ist wirklich sehr rutschfest, man könnte sie schon fast als ein wenig „sticky“ bezeichnen. Dadurch „ruckelt“ der Fuß vielleicht manchmal ein wenig, wenn man ihn in den Kriegerpositionen umsetzen will. Bei vielen anderen Asanas gibt die Matte dadurch extrem gut Halt. Vor allem im herabschauenden Hund rutschen hier die Hände endlich nicht mehr nach vorne weg.

Natürlich haben wir die Matte nicht nur zu Hause getestet, sondern auch mit auf Reisen genommen. Da die Matte recht dünn ist, lässt sich sich gut zusammenfalten und in den Koffer legen. Vor Ort sollte man dann die Matte jedoch wieder „entknicken“ und lieber aufgerollt lagern, damit keine bleibenden Knickfalten entstehen. Die Handhabung beim Transport hat uns sehr gut gefallen. Andererseits führt die Dünnheit der Matte zu ein paar Nachteilen: Auf unebenem Boden, zum Beispiel auf einer Wiese, lässt sie sich nicht richtig hinlegen und wellt sich, da sie zu leicht ist. Außerdem spürt man schnell harte Böden und sie polstert kaum.

Auch beim Wanderlust 108 Event hatten wir die Reisematte und unsere normale Matte dabei. Und hier erwies sich die normale Matte schnell als zu rutschig, also legten wir die yogimat® sun travel oben drauf und jetzt war es perfekt: Polsterung dank normaler Matte und Rutschfestigkeit dank Reisematte ;-). Letztendlich hat uns die Reisematte überzeugt: Natürlich ist sie etwas dünner als normal, dafür lässt sie sich aber sehr gut transportieren, das Material fühlt sich angenehm an und ist super rutschfest. Außerdem kann die Yogamatte bei 30° in der Waschmaschine gewaschen werden. Diese Matte werden wir ab jetzt immer im Urlaub dabei haben.

Hinweis: Das Produkt wurde uns freundlicherweise von der Yogistar Vertriebs GmbH kostenlos zur Verfügung gestellt.

Fotos: Fddb

Yoga mal anders Teil III: Mit dem Yogaboard auf dem Trockenen surfen

Unsere Artikelreihe über Yoga geht in die nächste Runde und dieses Mal möchten wir über ein Yogaboard berichten. Das große Holzboard konnten wir beim Wanderlust 108 Event bei gleißendem Sonnenschein auf dem Tempelhofer Feld in Berlin testen.

Wanderlust 108 ist eine Veranstaltung, die auf der ganzen Welt an unterschiedlichen Orten stattfindet. Es ist eine Art Triathlon, der aus einem 5 Kilometerlauf, 90 Minuten Yoga und einer halben Stunde Meditation besteht. Wir haben das Event genutzt, um noch mehr in die Yoga-Welt rein zu schnuppern. Da es wirklich sehr sehr heiß an diesem Tag war und wir uns momentan mehr für Yoga als fürs Laufen begeistern können, haben wir den morgendlichen Run einfach geschwänzt ;-). Dafür starteten wir dann mit der 90-minütigen Yoga Session durch, die – vor allem mittags bei der sengenden Hitze – wirklich anstrengend und schweißtreibend war. Während der abschließenden Meditation ließen wir uns den Wind um die Nase wehen und die Gedanken zur Ruhe kommen. Danach waren wir bereit für neue Yoga-Abenteuer und nahmen am Yogaboard-Kurs teil.

Yogaboard-Was? Dieses Board ist leider nicht zum Surfen geeignet, sondern wurde konzipiert, um darauf Yoga zu machen. Es handelt sich um ein körpergroßes Holzbrett, das innen hohl ist und deshalb nur 11 Kilogramm wiegt. Das Yogaboard, oder auch Balanceboard genannt, hat eine gebogene Unterseite, wodurch es leicht nach vorne und hinten sowie zu den Seiten schwankt. Entsprechend herausfordernd ist es, die Yoga Asanas auf dem Board zu praktizieren, da durchgehend die Balance gefordert wird. Das Üben auf dem Board kann somit den Gleichgewichtssinn, die Körperbeherrschung sowie die Rumpfmuskulatur stärken. Das Brett eignet sich dabei für Einsteiger als auch für fortgeschrittene Yogis gleichermaßen.

Der Kurs auf den Yogaboards wurde – wie beim Yoga üblich – barfuß durchgeführt. Das Holz fühlte sich unter den Füßen angenehm an und beim ersten Betreten wackelte es gar nicht so stark wie befürchtet. Dann ging die Stunde los mit einem üblichen Ablauf: Ankommen, Dehnen, Sonnengrüße, Kraftübungen und Endsequenz. Und jetzt merkten wir bei einigen Übungen die Herausforderung des Boards: Der Wechsel zwischen den Asanas beziehungsweise alle Übungen und Schritte mussten langsamer und bedachter durchgeführt werden und es erforderte mehr Konzentration. Während wir auf normalem Boden geübt die Positionen wechseln, wackelte hier das Brett doch immer mal und wir gerieten häufiger aus der Balance.

Letztendlich unterschied sich die Yoga-Praxis auf dem Board nicht komplett von der auf normalem Boden. Bei manchen Balance- oder Kraftübungen fordert es den Yogi jedoch mehr heraus und man lernt so besser, seinen Körper zu beherrschen und die Asanas sauber durchzuführen. Das Board führte zu geteilten Meinungen bei uns im Team: Während die eine Kollegin nicht wirklich beeindruckt war, fand die andere das Balanceboard gut und sinnvoll. Letztendlich ist es wie immer beim Yoga: Jeder macht die Praxis für sich und seinen Körper und Geist und muss selbst herausfinden, was zu einem passt :-).

Preislich ist das Yogaboard mit 369,00 Euro definitiv kein Schnäppchen und deshalb sicherlich für eine Nutzung „nur mal ab und zu“ zu teuer. Das Board hält jedoch immer mehr Einzug in lokale Yoga- und auch Fitnessstudios, so dass man es dort auf jeden Fall einmal ausprobieren sollte! Hier gibt es außerdem noch Videos mit Übungen für das Board.

Hinweis: Die Teilnahme an dem Kurs wurde uns freundlicherweise von der Strobel & Walter GmbH kostenlos zur Verfügung gestellt.

Fotos: Fddb

Yoga mal anders Teil II: Sich einfach mal hängen lassen

Ein Yoga-Erlebnis der anderen Art erwartete uns beim AerialYoga. Beim ersten Versuch trafen wir uns mit einem AerialYoga Trainer aus Berlin, Björn Heucke von Aerialyoga-berlin.de, der sowohl Lehrer für diese spezielle Yoga-Art ausbildet als auch die Tücher verkauft. In seinem Studio machten wir den ersten Kontakt „mit dem Tuch“ und Björn berichtete uns über die Vorteile des „schwebenden Yogas“.

AerialYoga ist eine Kombination aus klassischem Yoga und Elementen der Luftakrobatik, die mit Hilfe einer Tuchschlinge, die an der Decke befestigt ist, durchgeführt werden. Anfänger profitieren von dem Tuch, da dieses ihnen erlaubt, Positionen einzunehmen, die ansonsten nur gut gedehnte Profis schaffen würden. Und Yoga-Profis können mit Hilfe des Tuchs an besonders herausfordernden Übungen arbeiten und in das Feld der Akrobatik rein schnuppern. Für alle Teilnehmer eines AerialYoga Kurses gilt: Die Besonderheit liegt in den Umkehrhaltungen, bei denen der Körper kopfüber im Tuch hängt. Dadurch steht nicht nur die Welt Kopf, sondern auch alle Organe im Körper „rutschen“ einmal aus ihrer gewohnten Positionen, das Blutgefäßsystem wird gestärkt und Wirbelsäule und Gelenke werden entlastet.

Durch AerialYoga kann so zum einen eine tiefe Dehnung und Entspannung erreicht werden. Andererseits werden aber auch die Muskeln, vor allem die Tiefenmuskulatur, gestärkt, da man im Tuch durchgehend die Balance halten muss. Eine gewisse Grundfitness sollte entsprechend vorhanden sein, damit man die Übungen korrekt durchführen kann und es nicht zu Fehlhaltungen kommt. Außerdem sollten Menschen mit Bluthochdruck, erhöhtem Augendruck, Innenohrproblemen, Herzinsuffizienz, Epilepsie, massivem Übergewicht oder akut erniedrigtem Blutdruck vorab einen Arzt befragen, ob sie AerialYoga ausprobieren sollten oder lieber nicht.

Unser erster Kontakt mit dem Tuch war noch etwas schüchtern. Nachdem Björn uns ein paar Übungen gezeigt hatte, sollten wir uns zuerst einfach mal in das Tuch setzen. Und wir müssen zugeben: Unsere Erfahrungen mit Yogatüchern oder auch Hängematten hielt sich bisher in Grenzen und wir stellen uns etwas ungeschickt an. Nachdem aber die anfängliche Skepsis überwunden war, trauten wir uns an ein paar Positionen und ließen uns auch kopfüber im Tuch hängen. Anfangs rauscht es erst einmal im Kopf und man muss sich an das neue Körpergefühl gewöhnen. Dann jedoch macht es Spaß, kopfüber einfach mal alles los zu lassen und entspannt „abzuhängen“.

Nach diesem „Erstkontakt“ wollten wir AerialYoga noch etwas besser kennen lernen und durften bei Jost Blomeyer von aerial-yoga.de im Aspria in Berlin einen Kurs mit machen. Im Kursraum angekommen, kümmerten sich die erfahrenen AerialYoga Teilnehmer schon um ihre Tücher und ließen sich gleich entspannt kopfüber hängen, während wir „Neuen“ erklärt bekamen, wie wir das Tuch am besten aufhängen. Schritt für Schritt erklärte Jost in der Stunde die verschiedenen Übungen: Wie kommt man am besten in das Tuch hinein? Wie und wo halte ich mich fest? Und wie kommt man wieder raus? Mit Hilfe der Anleitungen praktizierten wir so Yoga „im Tuch“: Angefangen bei einer Entspannungsübung, über verschiedene Dehn-Übungen und Krieger-Stellungen sowie Positionen, bei denen man die Kraft in den Beinen und Armen trainierte, bis zur Endentspannung.

Der Flow, den wir von der „normalen“ Yoga-Praxis kennen, fehlte uns ein wenig. Als Anfänger, der noch viel Erklärung braucht und etwas umständlich mit der Tuchschlinge umgeht, gelangt man leider nicht in die fließenden Übergange der Asanas auf der Matte. Außerdem stellten wir fest, dass manche Übungen sogar ziemlich weh tun: Wenn man im Tuch sitzt, steht oder andersartig seine Beine darin verknotet hat, drückt die Tuchkante auf das Bindegewebe. Manche Übungen waren so unangenehm, dass wir die Positionen nicht aushalten konnten. Jost erklärte uns am Ende, dass durch die Übungen mit dem Tuch auch eine Art „Faszien-Massage“ entsteht, ähnlich wie die Selbstmassage auf einer Faszienrolle – und von der kennen wir den doch zum Teil sehr schmerzhaften Druck gut genug.

Andererseits bot uns das AerialYoga jedoch gute Übungen zum Dehnen und Entspannen und auch die Kraftübungen kamen nicht zu kurz, wie wir am Muskelkater im Bauch am nächsten Tag feststellten. Und kopfüber durch den Raum zu Schaukeln oder sich einfach hängen zu lassen, ist auf jeden Fall ein einmaliges Erlebnis. Und wie bei allen Sportarten und Übungen gilt: Die Übung macht den Meister. In diesem Video zeigt uns Jost, wie man auch beim AerialYoga zum Flow gelangen kann.

Hinweis: Die Teilnahme an den Kursen wurde uns freundlicherweise von Björn Heucke sowie Jost Blomeyer und dem Aspria kostenlos zur Verfügung gestellt.

Fotos: Fddb

Yoga mal anders Teil I: Schwitzen bei 37 Grad

In unserem ersten Artikel über Yoga haben wir bereits Hintergründe sowie Vor- und Nachteile von Yoga beschrieben. Im Laufe der nächsten Artikel möchten wir euch gerne etwas ausgefallenere Yoga-Arten vorstellen, angefangen mit Hotpod Yoga.

Unter den Begriff Hot Yoga fallen sowohl Bikram als auch Hotpod Yoga. Beim Hot Yoga wird eine Serie von Asanas, Yoga-Übungen, in einem heißen Raum bei circa 35 – 40 Grad Celsius praktiziert. Durch die Wärme sollen Muskeln und Sehnen geschont und das Verletzungsrisiko minimiert werden. Die Hitze sorgt dafür, dass das Binde- und Muskelgewebe weicher und elastischer wird und so die Bewegungsmöglichkeiten bei der Yoga Praxis größer als im kalten Raum werden.

Das besondere beim Hotpod Yoga ist der sogenannte Pod: Ein aufblasbarer, kokon-artiger Raum, der auf 37 Grad Celsius erwärmt wird. Durch eine kleine Öffnung betritt man das warme „Zelt“, das in gedimmtes, lilafarbenes Licht getaucht ist und Platz für bis zu 20 Teilnehmer bietet. Es ist ziemlich dunkel in dem Pod und man spürt sofort die warme Luft und hört sanfte Hintergrundmusik. Da das Material des Pods atmungsaktiv ist, wird die alte, verbrauchte Luft während des Trainings nach außen transportiert, während im Inneren frische, warme Luft verströmt wird.

Bei unserem Test erschien die Situation etwas surreal: Mitten am Tag betraten wir den Raum mit dem Hotpod, draußen heller Sonnenschein. Und dann schlüpften wir – mit luftig-leichter Sportkleidung – in den dunklen und warmen Pod und fühlten uns wie in einer anderen Welt. Anfangs fühlten wir uns etwas von der Außenwelt abgeschnitten und mussten uns erst einmal auf die neue Situation einlassen. Doch dann merkten wir im Laufe der Yoga-Stunde, dass der dunkle Raum half, uns ganz auf die Übungen, auf unseren Körper und auf das „hier und jetzt“ zu konzentrieren. Es gab einfach wenig Ablenkungsmöglichkeiten und die gesamte Konzentration war auf die Yoga Praxis fokussiert. Selbst die Schweißtropfen, die nach einiger Zeit anfingen, am Körper herab zu laufen, waren nur kurz irritierend und lenkten letztendlich auch die Aufmerksamkeit auf den eigenen Körper.

Die Yoga-Übungen waren klassische Asanas, die man auch bei normalen Yoga-Stunden praktiziert. Die Hitze war angenehm, nicht zu heiß, und machte den Körper schön geschmeidig: Es fühlte sich nach „mehr Flow“ an. Für uns war das Hotpod Yoga eine schöne kleine Auszeit vom Alltag und wir können diesen Style Jedem empfehlen, der beim Yoga noch mehr bei sich und seinem Körper ankommen möchte. Menschen, die unter hohem Blutdruck leiden oder akut eine Entzündung haben, sollten Hot Yoga jedoch lieber meiden.

Hotpod Yoga ist übrigens auch Partner beim Urban Sports Club. Wer dort Mitglied ist, sollte das Angebot auf jeden Fall nutzen. Ansonsten kostet eine Stunde 15,00 Euro. Es gibt jedoch auch 5er oder 10er Karten oder Mitgliedschaften für einen bestimmten Zeitraum, zum Beispiel eine Woche oder ein Monat. Diese große Auswahl an verschiedenen Mitgliedschaften gefällt uns: So ist man flexibel und es ist bestimmt für Jeden etwas dabei. Außerdem können Klassen ganz einfach online über die Webseite gebucht werden.

 

Hinweis: Die Teilnahme am Kurs wurde uns freundlicherweise von der Firma Hotpod Yoga Ltd kostenlos zur Verfügung gestellt.

Fotos: Fddb, Screenshots: hotpodyoga.com

Yoga – esoterischer Firlefanz oder Sport?

Wir haben schon oft Sportangebote vorgestellt und getestet, die gezielt dem Abnehmen und „fit werden“ dienen. Doch neben allen möglichen Neuheiten – HIIT Training, Cycling, Jumping, etc – gibt es einen „Trend“, der schon länger besteht und immer mehr Menschen begeistert: Yoga. Doch ist das eigentlich Sport? Oder nur esoterischer Hokuspokus? Wir möchten uns in einer Artikelreihe mit dem Thema auseinander setzen.

Manche Menschen, die bisher noch keinen Kontakt mit Yoga hatten, verbinden damit Räucherstäbchen, auf einem Kissen herum sitzen und meditieren. Also vielleicht eher ein Hobby für Esoteriker oder Muttis? 😉 Andererseits gibt es mittlerweile in Deutschland schon rund 3 Millionen Menschen, die Yoga praktizieren: Demnach doch keine Beschäftigung für „Außenseiter“?
Die Gründe, um mit Yoga anzufangen, sind unterschiedlich: Ruhe finden, Schmerzen lindern und/oder sich sportlich zu betätigen. Sport scheint also ein Bestandteil vom Yoga zu sein?

Ursprünglich stammt Yoga aus Indien und durfte dort anfangs nur von Männern praktiziert werden (soviel zum Vorurteil „das machen ja nur Frauen/Muttis“ 😉 ). Es diente als Vorbereitung des Körpers für die Meditation. Der Duden definiert Yoga entsprechend als „indische philosophische Lehre, die durch Meditation, Askese und bestimmte körperliche Übungen den Menschen vom Gebundensein an die Last der Körperlichkeit befreien will.“ Im Laufe der Jahre hat sich Yoga jedoch weiter entwickelt und viele verschiedene Formen angenommen. Während bei manchen Yogaformen immer noch die Meditation und die Besinnung auf den Geist im Vordergrund stehen, gibt es aber auch sehr sportliche Varianten, bei denen man definitiv ins Schwitzen kommt.

Generell lässt sich sagen, dass Yoga keine „Sportart“ ist, sondern einen Lebenseinstellung, die das Training für Körper UND Seele umfasst. So sollte man seinen Körper gesund halten, weil er der Tempel der Seele ist. Schließlich sagte schon der römische Dichter Juvenal: „Mens sana in corpore sano – Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper“. Beim Yoga steht entsprechend nicht der sportliche Erfolg oder Wettbewerb im Vordergrund, sondern es geht um Achtsamkeit für sich und seinen Körper, um das „bewusst sein“ im Hier und Jetzt und die Konzentration auf seinen Atem und die Bedürfnisse des eigenen Körpers. Und im Grunde sind diese „Regeln des Yoga“ auch bei der Ernährung wichtig: Wer beim Yoga lernt, auf sich und seine Bedürfnisse zu achten, der kann auch beim Thema Ernährung eher in sich hinein spüren, wann und ob man Hunger hat und welche Lebensmittel dem Körper nun gut tun würden. Ebenso wie ein „bewusstes Essen“ dazu führen kann, dass man wieder mehr Genuss spürt und sich gesünder ernährt. Deshalb gilt: Bei regelmäßiger Praxis fördert Yoga Gesundheit, Ausgeglichenheit und Vitalität.

Nichtsdestotrotz möchten wir auch einen Blick auf den sportlichen Aspekt des Yoga werfen. Man kann Yoga entweder nur alleine oder als Kombination mit anderen Sportarten praktizieren. Regelmäßige Yoga-Praxis verbessert die Haltung und Rumpfstabilität, verringert die Verletzungsanfälligkeit und stärkt die tiefer sitzenden Muskeln. Außerdem werden innere Organe und das Bindegewebe stimuliert, die Blutzirkulation gezielt angeregt und der Stoffwechsel aktiviert. Somit hat Yoga positive Effekte auf den gesamten Körper: Flexibilität, Koordination, Stärkung von Wirbelsäule und Tiefenmuskulatur, gesunde Gelenke, Ausdauer und Balance.

Die Yoga-Praxis setzt sich dabei aus drei Bereichen zusammen: Die Asanas – das sind die Übungen für den Körper. Pranamaya – die Atemtechnik, die für den inneren Ausgleich sorgen soll. Und Meditationsübungen für Achtsamkeit und für die Seele. Bei den Asanas gibt es Übungen zum Stretching und zum Muskelaufbau, für die Kraft. So ähnelt die „Stuhlposition“ beispielsweise einer Kniebeuge und dient dem Training der Oberschenkel. Auch die „Kriegerpositionen“ – Ausfallschritten ähnlich – stärken die Beine. Die „schiefe Ebene“ ist eine Liegestützposition, welche die gesamte Rumpfmuskulatur und die Arme trainiert. Je nach Yogastil werden die Asanas fließend oder eher statisch ausgeführt. Man kann dabei auf jeden Fall ins Schwitzen kommen und spürt anfangs auch oft einen Muskelkater nach der Praxis. In diesem Sinne gibt es von uns also definitiv ein Ja: Yoga ist also Sport. Aber nicht nur.

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichen Yoga-Stilen und entsprechend für jeden Geschmack und jedes sportliche Level ein Angebot. Während Raja Yoga eher spirituell und durch ruhige Stellungen, Enthaltung sowie Atem- und Meditationsübungen geprägt ist, steht beim Hatha Yoga die körperliche Anstrengung im Vordergrund. Hatha Yoga ist bei uns im Westen auch am meisten vertreten. Außerdem gibt es Vinyasa Yoga mit sehr fließenden Bewegungen oder Iyengar Yoga mit eher statischen Übungen. Neuere „Trends“ beim Yoga sind Bikram oder Hotpod Yoga in 35 – 40 Grad heißen Räumen, Aerial Yoga – „schwebend“ in Tüchern“ oder das akrobatische Acro Yoga. In folgenden Artikeln werden wir euch ein paar unterschiedliche Yoga Style noch genauer vorstellen!

Wichtig ist, dass man als Yoga Anfänger auch wirklich einen Anfängerkurs besucht – egal, wie sportlich man schon ist. Nur wenn man die Basics lernt und die Grundpositionen korrekt ausführen kann, sollte man sich an schwierigere Positionen heran wagen, da ansonsten die Verletzungsgefahr zu groß ist. So gesund Yoga für den Körper auch ist: Manche Positionen sind anspruchsvoll und können bei falschem Ehrgeiz oder falscher Ausführung zu Verletzungen am Nacken, unteren Rücken oder an den Knien führen. Unter richtiger Anleitung kann man anspruchsvolle Positionen jedoch erlernen oder sich einfachere Alternativen zeigen lassen. So können der Kopfstand oder der Schulterstand beispielsweise zu Verletzungen und Schmerzen im Nacken führen. Hier sollte man mit kleinen Übungen anfangen und sich langsam und unter Anleitung herantasten. Außerdem gibt es dafür zum Beispiel den Feet-Up Hocker, der ein super Einstieg in den Kopfstand ist. Wie gut, dass wir den Hocker auch testen durften!

Bei richtiger Ausführung ist Yoga jedoch sehr gesund und kann sogar bei der Behandlung von Krankheiten helfen, Stress lindern und Nacken- und Rückenschmerzen reduzieren. Wir jedenfalls sind begeisterte Yoga-Fans und fühlen uns nach der Yoga-Praxis sowohl körperlich fitter als auch geistig entspannter. Deshalb haben wir bald noch mehr zum Thema Yoga für euch und stellen euch in weiteren Artikeln bestimmte Yoga-Style, -Hilfsmittel und -Techniken vor. Bleibt gespannt!

Fotos: Fddb

Testbericht Urban Sports Club Update

Es ist bereits 2,5 Jahre her, als wir euch den Urban Sports Club vorgestellt haben. Seitdem hat sich das Unternehmen weiter entwickelt, ist nun auch in viel mehr Städten vertreten und konnte sein Angebot an Partnern ausbauen. Grund für uns, noch einmal einen kleinen Blick auf das Konzept zu werfen und ein Update zu geben. Und der alte Rabatt gilt natürlich immer noch! 🙂

Im Herbst/Winter 2015 hatten wir den Urban Sports Club bereits ausführlich getestet und in 2 Artikeln darüber berichtet: Teil 1 des Testberichts mit allgemeinen Infos zum Konzept gibt es hier. Im zweiten Teil unseres Testberichts haben wir über die Erfahrungen vor Ort bei den Partnern berichtet. Und unser Fazit damals war sehr positiv. Das große Angebot an unterschiedlichsten Sportangeboten in ganz Berlin, die Flexibilität der Teilnahme an Kursen und generell die unkomplizierte und transparente Mitgliedschaft hatten uns damals überzeugt. Umso mehr freuen wir uns, dass es den Urban Sports Club immer noch gibt und er sogar gewachsen ist.

Deshalb hier ein Update für alle, die das Angebot auch gerne einmal testen möchten:

# Den Urban Sports Club gibt es mittlerweile in 24 deutschen Städten! Vielleicht ist deine Stadt ja auch dabei?

  • Berlin
  • Augsburg
  • Bochum
  • Bonn
  • Braunschweig
  • Bremen
  • Dortmund
  • Dresden
  • Duisburg
  • Düsseldorf
  • Essen
  • Frankfurt
  • Halle
  • Hamburg
  • Hannover
  • Köln
  • Leipzig
  • Magdeburg
  • München
  • Münster
  • Nürnberg
  • Potsdam
  • Stuttgart
  • Wolfsburg

# Im Club werden über 50 unterschiedliche Sportarten angeboten an über 2.000 Partnerstandorten. Alleine in Berlin gibt es 600 Partner-Locations.

# Die Mitgliedskarten wurden abgeschafft – alles läuft jetzt nur noch über die App, mit der man auch beim Partner vor Ort eincheckt. Aus ökologischer Sicht finden wir das natürlich super: Weniger Plastikmüll! 🙂

Und natürlich haben wir auch weiterhin einen Rabatt für unsere Fddb User! Klickt auf diesen Link und es gibt 10 Euro Rabatt auf den ersten Mitgliedschaftsmonat in der Stufe M & L!

Screenshots: Urban Sports Club

ride.bln – Darkroom Cycling zu Club-Musik ;-)

Der Sommer naht, es wird mal wieder Zeit für Sport. Dieses Mal haben wir uns für euch auf’s Rad gesetzt. Aber nicht auf irgendeines: Wir haben – quasi im Dunkeln zu Clubmusik – einen Ride für euch mit gemacht. Das klingt sehr mysteriös? Fanden wir auch und wollten es natürlich testen und euch jetzt davon berichten!

ride.bln ist ein Fullbody-Workout auf dem Bike, bei dem Ausdauer- und Krafttraining kombiniert werden. Das ganze nennt sich dann Fullbody-Cycling. Das ist aber nicht das einzig Besondere: Der Clue besteht darin, dass das Cycling in einem abgedunkelten Raum mit Kerzenlicht zu lauter Clubmusik stattfindet. Vorne auf dem Podest befindet sich die Trainerin/der Trainer mit Bike, leitet den Kurs an und motiviert die Teilnehmer.

Das Konzept entstand in den USA und die Inhaber Till und Kirill haben das besondere Sportkonzept nach Deutschland geholt und ihre eigenen Ride Studios in Berlin eröffnet. Der Fokus liegt darauf, Spaß und gute Laune wieder in die Sportwelt zu bringen und trotzdem ein intensives Training zu erleben, das Resultate erzielt, verbunden mit gutem Service und einer tollen Community.

Soweit die Facts und Theorie. Aber wie hat uns der Test nun gefallen? Wir müssen gestehen, dass wir zuvor meist nicht so oft an Spinning oder Cycling Kursen im Fitnessstudio teilgenommen haben und entsprechend Bike-Anfänger waren. Die Cycling Kurse, die wir bisher kannten, hatten uns meistens eher abgeschreckt: Das sah irgendwie ZU anstrengend aus und wir waren nicht sicher, ob man da überhaupt eine Stunde lang durchhalten kann. Entsprechend vorsichtig und skeptisch gingen wir zu ride.bln.

Dort angekommen fiel uns gleich der Service sehr positiv auf: Vor Ort bekommt man passende Schuhe, ein frisches Handtuch und eine Flasche Wasser. Außerdem wird das Bike von den Trainern auf die eigene Körpergröße angepasst und die Maße für die nächsten Stunden notiert. Wenn man dann zum zweiten oder dritten Ride sein Bike reserviert, ist schon alles fertig eingestellt. Da man auch keine Schuhe oder Handtuch mitnehmen muss und die Umkleiden und Duschen sehr gut ausgestattet sind, eignet sich so ein Ride sogar für einen „schnellen“ Besuch in der Mittagspause. Trotz Sport und Schwitzen ist man mit allem versorgt.

Dann geht es ab auf’s Rad und die erste Hürde besteht darin, mit den Cycling-Schuhen in die Pedale einzurasten – oder sich davon wieder zu lösen. Für uns als Cycling-Beginner war es ein sehr ungewohntes Gefühl so fest am Bike „eingeschnallt“ zu sein. Aber nach ein paar Mal üben hatten wir den Dreh mit den Schuhen dann auch raus. Versorgt mit Handtuch und Wasser konnte es dann los gehen. Das Licht wurde gedimmt, vorne erhellten nur zwei kleine Lampen den Raum und die Traininerin legte mit einem Warm-Up los. Obwohl der Raum abgedunkelt ist, kann man natürlich trotzdem noch etwas sehen. Aber durch die Lichter vorne auf dem Podest liegt der Fokus deutlich bei der Trainerin und – anders als in normalen Fitnessstudios – kann niemand die schwitzenden Teilnehmer mit ihren ggf. hochroten Gesichtern sehen. Und das soll auch Zweck des Ganzen sein: Die Teilnehmer sollen für eine Stunde lang abschalten, sich auf sich und das Bike konzentrieren und Spaß haben.

Für den Spaß und die Motivation sorgen die Trainer, die mit viel Energie und guter Laune die Kurse anleiten. Zusätzlich sorgen treibende und laute Beats dafür, dass auch wirklich alle Teilnehmer in den richtigen Rhythmus kommen und sich auspowern. Auch wenn es für uns wirklich anstrengend war und wir nicht immer bei vollem Tempo mithalten konnten, die „Club-Atmosphäre“ und Motivation der Trainer hat uns während der Stunde sehr gut gefallen. Manche Übungen – vor allem für den Oberkörper – waren neu und ungewohnt für uns. Hier hätten wir wahrscheinlich erst den Anfängerkurs besuchen sollen, damit wir die richtigen Handgriffe lernen können. Aber auch so hatten wir nach ein paar Rides den Dreh schon etwas besser raus.

Preislich liegt ein Ride bei 26 Euro – was definitiv teurer ist als eine einzelne Stunde im Yoga-Studio zum Beispiel. Wenn man jedoch gleich mehrere Rides kauft, wird es günstiger. Bei 10 Rides kostet einer dann noch 22,50 Euro, bei 50 Rides ein Ride nur noch 18 Euro. Im Preis inbegriffen sind aber natürlich die Schuhe, Handtuch und Getränk.

Unser Fazit: Dafür, dass wir eigentlich keine großen Cycling-Fans sind, hat uns Ride Berlin sehr viel Spaß gemacht. Der dunkle Raum und die laute Musik sind erst einmal ungewohnt, erfüllen dann aber ihren Zweck: Man schaltet ab, lässt sich ganz auf den Sport ein und wird motiviert. Die schnellen Übungen für den Oberkörper waren etwas „tricky“, hier muss man definitiv gut darauf achten, dass man die Technik raus hat. Unserer Meinung nach ersetzen sie auch nicht ein gezieltes Oberkörper-Training ohne Bike. Alles in allem ist man nach einem Ride jedoch ausgepowert und hat ordentlich Kalorien verbrannt. Die Studios waren alle modern und sauber, der Service gut und das Team bestens geschult und symphatisch.

Möchtet ihr auch einen Ride ausprobieren? Dann könnt ihr diesen Rabattcode nutzen: #fddb-10. Damit bekommt ihr 10 % Rabatt auf die 1er, 5er, 10er, 20er und 50er Karte!

 

Hinweis: Die Teilnahme an den Rides wurden uns freundlicherweise von der Firma TK Ride GmbH kostenlos zur Verfügung gestellt.

Fotos: Fddb

Erfolgsgeschichte des Monats Januar: Ludwig

Neues Jahr, neues Glück, neue Erfolgsgeschichten! 🙂 Auch in diesem Jahr möchten wir Euch von beeindruckenden Abnehmerfolgen berichten, die unsere Fddb-User dank des Ernährungstagebuchs erzielt haben.

Unser erster Kandidat ist der 30-jährige Ludwig, der mit seinem Gewicht und seiner Figur immer unzufriedener wurde und deshalb seine Lebensweise komplett geändert hat. Durch eine Ernährungsumstellung und viele Sporteinheiten hat er erst Fett abgebaut und langsam Muskelmasse aufgebaut. Jetzt fühlt er sich pudelwohl und ist in der besten Form seines Lebens. Aber schaut selbst!

Ludwig – im August 2017 und im Oktober 2014

Ludwig war als Kind und Jugendlicher eigentlich immer von schmächtiger und schlanker Statur, doch mit Ende der Pubertät zeigte die Waage langsam aber stetig immer mehr Kilos an. Die Gründe dafür waren einerseits ein ungesundes und unreflektiertes Essverhalten, andererseits kein Sport, vorwiegend sitzende Tätigkeiten und gelegentlich das ein oder andere Gläschen Alkohol. Ludwig aß, worauf er Appetit hatte und kochte selten. Ein Döner hier, ein Burger da, abends kam gern noch eine Tafel Schokolade dazu.

Bei einer Größe von 1,73 m wog Ludwig zu dieser Zeit, im Spätsommer 2014, etwa 79 kg. Obwohl das leichte Übergewicht kein dramatisches Ausmaß annahm, fühlte sich der angehende Historiker einfach nicht mehr wohl in seiner Haut. Sein Selbstbewusstsein wurde geschmälert und auch Infekte waren keine Seltenheit. Als Ludwig bei schönstem Sommerwetter mal wieder mit einer Grippe im Bett lag, kam er ins Grübeln. Ihm wurde bewusst, dass er etwas ändern und seinem Körper wieder mehr Aufmerksamkeit schenken muss – durch eine rundum gesündere Lebensweise. Er recherchierte zu den Themen Ernährungsumstellung, Fitness und Sport und nahm sich vor, unter die 70 kg-Marke zu kommen. Auch mit dem Rauchen wollte er aufhören.

Als Ernährungskonzept entdeckte er für sich die „Paleo-Diät“, deren Grundgedanke es ist, sich an der menschlichen Ernährungsweise der Altsteinzeit zu orientieren. Im Detail bedeutet dies: Viel Fleisch, Obst und Gemüse und im Gegenzug keinerlei Milch- und Getreideprodukte sowie verarbeitete Lebensmittel. Als Getränke eignen sich Wasser und Kräutertees. Sporttechnisch probierte Ludwig verschiedene Sportarten aus. Er ging unter anderem laufen, schwimmen, besuchte einige Kurse und besorgte sich eine Hantelbank. Im ersten Jahr schaffte es Ludwig dank Paleo und wechselnder sportlicher Aktivitäten auf ein Gewicht von 66 kg. Jedoch wurde ihm irgendwann bewusst, dass Gewicht nur ein relativer Faktor ist und er sich selbst mit etwas über 70 kg in durchtrainierter Form besser gefiel als einfach nur schlank und mit 5 kg weniger. Ende 2015 entdeckte Ludwig dann Fddb. Er führte von da an Ernährungstagebuch und trug regelmäßig sein Gewicht ein. Fddb half ihm dabei, auf seine Kalorienzufuhr zu achten und die Tagesbilanz im Blick zu behalten. Auch die Extender App wurde schnell sein ständiger Begleiter, um Lebensmittel via Barcode einzuscannen und unterwegs zu prüfen, wie viel er von welchen Lebensmitteln essen kann. Er erkannte, dass er im Prinzip essen kann, was er möchte, wenn am Ende des Tages die Bilanz passt.

Da Ludwig nun mehr Muskelmasse aufbauen wollte, konzentrierte er sich in Sachen Fitness auf Kraftsport. Er erkannte, dass er mit dem neuen Wissen und dazugehörigen Werkzeugen seinen Körper noch weiter in Form bringen und optimieren konnte. Zudem verabschiedete er sich langsam von den sehr strikten Regeln des Paleo. Gelegentlich kamen wieder Milchprodukte auf den Tisch und auch mal eine Süßigkeit. Grundsätzlich blieb Ludwig aber bei vielen Proteinen, Obst und Gemüse und wenig verarbeiteten Produkten und Industriezucker. Sein Plan war es außerdem, im Winter etwas Gewicht zuzulegen und im Sommer wieder gezielt Fett abzunehmen, das er über den Winter zusammen mit der Muskelmasse aufgebaut hat. Dementsprechend sieht Ludwig’s Gewichtskurve über einen Zeitraum von etwa zwei Jahren wie folgt aus:

Ins Fitnessstudio geht Ludwig aktuell 4 bis 6 mal in der Woche, und das am Liebsten morgens. Eine typische Trainingseinheit sieht bei ihm wie folgt aus. „Ich beginne mit 5-10 Minuten Cardio zur Erwärmung und gehe dann an die Gewichte. Jedes Training beginnt mit 1-2 schweren Grundübungen und freien Gewichten (z.B. Bankdrücken, Rudern, Kniebeugen). Nach den freien Übungen folgen 1-2 maschinengeführte Übungen für die gleichen Muskelgruppen (z.B. ButterflyMaschine, Latzug, Beinpresse) und dann Isolationsübungen für kleinere Muskelgruppen wie Bizeps, Trizeps, Schultern, Waden und Bauch“, erklärt Ludwig.

Falls auch Ihr gerade auf dem Weg seid, ein gesünderes Leben zu führen, hat Ludwig noch eine Message für Euch:

„Gesunde Ernährung, Sport und Gesundheit sind langfristige Ziele, die in den eigenen Alltag passen müssen. Es ist nicht schlimm, mal ein Training zu verpassen, mal etwas Ungesundes zu essen oder zu sündigen, solange man insgesamt auf dem richtigen Weg bleibt. Entsprechend rate ich auch von radikalen Crash-Diäten und Sportprogrammen ab. Um Durchzuhalten können auf dem langen Weg auch kleinere Etappenziele helfen. Trackt nicht nur dauerhaft Euer Gewicht, sondern macht auch Fotos von Euch selbst. Denn wenn man sich jeden Tag im Spiegel sieht, erkennt man die Veränderungen nicht immer.“

Ludwig sagt von sich selbst, dass er aktuell mit seinen 30 Jahren in der besten und sportlichsten Verfassung seines Lebens ist. Diesen Erfolg kann er verbuchen dank seines Umdenkens, seiner neugewonnenen Freude am Sport und seiner Bereitschaft, sich mit einer nachhaltigen Ernährung zu befassen und diese umzusetzen. Als sehr hilfreich dabei empfand er Fddb mit seinem Tagebuch, den Kalorientabellen, der Extender App und einer motivierenden Community.

Lieber Ludwig, wir sagen Hut ab vor dieser Leistung! Wir sind uns sicher, dass Du Deine Ernährung, Dein Gewicht und Deine körperliche Verfassung nun optimal unter Kontrolle hast und Dein Weg weiterhin erfolgreich sein wird. Alles Gute wünschen wir Dir für die Zukunft! Als Dankeschön schenken wir Dir eine 3-monatige Fddb-Premium-Mitgliedschaft. 🙂

Wenn auch Ihr dank Fddb einen Erfolg verzeichnen könnt, schreibt uns gern Eure Geschichte an erfolg@fddb.info. Herzliche Grüße sendet Eurer Fddb-Team.

Der große Winter-Teetest mit Fddb und TeeGschwendner

Die kalte Jahreszeit hält Einzug und wir frieren uns jetzt schon einen ab. Doof, wenn die Heizung zwei Tage ausfällt und man sich mit anderen Mitteln behelfen muss, um warm zu bleiben. Da wären zum Beispiel Bürosport (erntet meist komische Blicke), Heizdecken (teuer), gegenseitig wärmen (nicht immer erwünscht), Feuerchen machen (nicht immer erwünscht), Hände über dem Toaster wärmen (nur, wenn Toast drin ist), nicht zur Arbeit erscheinen (könnte auffallen) oder Tee trinken. Tee passt! Tee geht immer, ob im Sommer oder Winter. Was gibt es besseres als sich durchgekühlt einen frisch aufgebrühten Tee zu genehmigen? Dabei kann man auch mal etwas wagen und fernab von Pfefferminze und Hagebuttentee neue Sorten ausprobieren. Den Mischungen sind da ja keine Grenzen gesetzt, im Handel gibt es eine riesige Auswahl. Leider ist da auch viel Mist dabei, der fast nur aus Aromen, aber nicht aus echten Pflanzen besteht. Klar, wer seine Lieblingssorte hat, sollte dabei bleiben. Bei den Fddb-Mädels gibt es jedoch keinen wahren Tee-Favoriten, so dass wir sehr gespannt waren auf das riesige Tee-Paket, das uns die Firma TeeGschwendner zugeschickt hat.

TeeGschwendner mit Sitz in Meckenheim gibt es seit 1978. Damals, als wir noch gar nicht geboren waren, hatten Albert und Gwendalina Gschwendner die Idee, einen Teeladen zu eröffnen, um den Genuss, den sie selbst durch Teekreationen erlebten, an die Menschen weitergeben zu können. Die Familie Gschwendner leistete auf dem Tee-Markt seit Anfang an Pionierarbeit. Heute ist TeeGeschwendner nicht nur in Deutschland eine beliebte Tee-Marke, sondern findet auch im Ausland hohen Anklang. Die Zutaten für die Teemischungen kommen mittlerweile ebenfalls aus der ganzen Welt. Von Ostfriesland, über Russland bis Japan, weiter nach Brasilien und nach Afrika – die Anbaugebiete erstrecken sich quasi über die ganze Erde. TeeGschwendner bietet jedoch nicht nur reine Bio-Tees an, sondern auch Tees aus konventionellem Anbau. Diese werden im hauseigenen Labor auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln untersucht. Hohe Kontrollen sichern die Qualität des Tees, so dass man ganz beruhigt genießen kann.

Okay, mit 16 Teesorten haben wir jetzt nicht gerechnet. Die schaffen wir gar nicht alle, daher haben wir uns für die interessantesten zehn Sorten entschieden und möchten euch gerne erzählen, wie wir die völlig unterschiedlichen Teekreationen fanden. Im Paket enthalten waren außerdem noch das Teelamaß, also ein länglicher Löffel aus Plastik. Außerdem fanden wir noch diverse Broschüren und auch Rezepte für sommerliche Eistees. Nun, an die haben wir uns jetzt nicht mehr gewagt. Vielleicht nächstes Jahr wieder. Die Verpackungen sehen alle edel bis liebevoll gestaltet aus. Auf jedem Tee steht noch einmal ganz genau, wie der Tee zubereitet werden muss. Meistens handelt es sich dabei um weiches kochendes Wasser und jeweils eine Menge des Teelamaß’. Die Ziehzeit variierte bei allen Tees und belief sich auf zwei bis zu 10 Minuten.

Gourmet Kräutertee

Der Kräutertee riecht pur schon einmal sehr schön zitronig. Enthalten sind Lemongras, Lemon Myrtle, Drachenkopfmelisse, Holunderblüten und Vanillestückchen. Wir brühen ihn mit kochendem Wasser auf und lassen ihn zehn Minuten ziehen. Dann ist er auch etwas abgekühlt. Geschmacklich finden wir den schonmal nicht schlecht. Er ist sehr mild und hat keinen herben Unterton. Aber von der Vanille merken wir leider nichts. Die zitronige Note kommt sehr zum Vorschein, weshalb wir 8 von 10 Punkten vergeben.

 

 

 

 

Emily®

In diesem Tee finden wir auf der Zutatenliste Honeybush, Sahne-Karamellstücke, Aroma, Erdbeerstücke und Erdbeerblätter. Bei aromatisierten Tees sind wir immer skeptisch. Da gibt’s oft einen komischen Nachgeschmack und eine pelzige Zunge. Das war hier aber nicht der Fall. Der Tee enthält zwar Erdbeeren, schmeckt aber eher weihnachtlich und sehr nach Karamell. Die süßliche Mischung ist recht gelungen und wir vergeben 8 von 10 Punkten.

 

 

 

 

 

Naturstoffwechsel

Mit 9,80 € pro Dose ist Naturstoffwechsel ein Tee von der teurerern Sorte. Jedoch hat man von der 120 Gramm-Dose auch länger etwas. Dies ist ein Grüntee mit Ingwer, Zitronenstücken, Chiliflocken, Matchapulver, schwarzem Pfeffer, Sonnenblumenblüten, Aroma und ZItronenöl. Der Tee muss diesmal mit 80°C heißem Wasser aufgebrüht werden und soll dann zwei Minuten ziehen. Die Schärfe spürt man erst nach einiger Zeit. Hier finden wir, schmeckt der Tee einfach nach Kräutertee und Matcha. Ist nicht ganz unser Fall und bekommt 6 von 10 Punkten.
Grüner Tee kurbelt bekanntlich den Stoffwechsel an, macht wach und frisch. Wer also auf Kombinationen mit zwei Sorten grünen Tee steht, der ist hier richtig.

 

Grüner Rooibos Limone Ingwer

Oh. Mein. Gott. Wie geil riecht denn bitte dieser Tee? Der Grüne Rooibos Limone Ingwer riecht beim Öffnen der Verpackung extrem nach Sommer. Da befällt uns kurz die winterliche Schwermut. Noch ein paar Monate warten, dann können wir den als Eistee genießen! Jetzt erstmal aufbrühen. Und ja, dieser Tee ist unser neuer Lieblingstee. Die zitronige Note ist umwerfend, in Kombination mit unfermentiertem grünen Rooibos und Ingwerstückchen, Orangenschalen und Ringelblumen ein Gedicht eines Tees. So schmeckt einfach der Sommer. Im Nachgang spüren wir eine leichte Schärfe durch den Ingwer. 10 von 10 Punkten.

 

Zum Glücklichsein

Noch so ein Tee, der uns begeistert. Enthalten in dieser Teemischung sind Melissenblätter, Apfelminze, Pfefferminzkraut, Ringelblumenblüten, blaue Malvenblüten und Kornblumenblüten. Mmmh, leckere Minze ist immer gut 🙂 Die Vorfreude auf diesen Tee wächst schon beim Lesen der Zutaten. Einfach mit sprudelnd kochendem Wasser aufgießen, zehn Minuten warten und dann belebt einen schon der leckere minzige Duft bevor es zum ersten Schluck kommt. Die Teemischung ist natürlich recht klassisch, was uns jedoch gut gefällt. Ab und zu mag man ja die schlichten Tees trinken. Hier schmecken wir deutlich die Melisse und Minze heraus. Großartige Kombination, einfach „Zum Glücklichsein“! 10 von 10 Punkten.

 

 

 

Naturrein

Eine Mischung aus weißem Tee, Lemongras, Ananasstücken, Pfefferminze, Lindenblüten, Moringa, Birkenblättern und Brennesselblättern. Hier ist alles außer der Moringa aus biologischem Anbau. Beim ersten Schnüffeln finden wir, dass der Tee nach Heu riecht. Ein Blick auf die Webseite verrät uns, dass der Tee vom Ernährungsexperten Dr. Ingo Froböse entwickelt wurde. Auch hier schmeißen wir wieder den Wasserkocher an und lassen den Tee dann zehn Minuten ziehen. Wir sind gespannt, was Herr Froböse da kreiert hat. Deutlich sticht das Lemongras hervor, was uns an Tees in asiatischen Restaurants erinnert. Auch ein wenig bitter finden wir den und vergeben 7 von 10 Punkten.

 

Marani®

Was für eine bildschöne Teemischung. Chinesischer Grüntee wechselt sich ab mit gelben Sonnenblumen-, roten Rosenblumen- und blauen Kornblumenblüten und einem Aroma. Heraus kommt dabei Marani®, der wirklich sehr fruchtig riecht. Aber nach welcher Frucht? Wir überlegen und kosten lange, bis wir darauf kommen. Dann fällt der Groschen. Passionsfrucht oder Mango müssen es sein. Auf jeden Fall schmeckt er so exotisch, dass man von den anderen Zutaten nicht mehr mitbekommt. Der Tee gefällt und bekommt 8 von 10 Punkten.

Feige-Rosé

Ach du je! Das wird ja immer schöner. Wenn wir Marani® schon hübsch fanden, rein optisch gesehen, dann ist Feige-Rosé das Topmodel unter den Teesorten. In dieser Mischung finden wir ganze Rosenknospen, Hibiskus- und Rosenblüten, Feigenscheiben und Stückchen von Äpfeln, Feigen, Ananas und Mandeln. Außerdem ist hier rote Bete drin und mal wieder ein Aroma. Zugegeben, diese Aroma-Geschichten trüben etwas das Bild von frischem, absolut natürlichem Tee. Dennoch haben wir den Tee gekostet und müssen sagen – wir haben uns geirrt! Erstmal riecht er krass nach Glühwein oder Punsch. Auf jeden Fall nach sehr weihnachtlichen Gewürzen. Und dann der Geschmack! Es ist kaum auszuhalten, so lecker ist der. Extrem fruchtig, aber nicht süß, bitter oder herb. Einfach intensiv vollmundig und angenehm. Den wählen wir hiermit zu unserem neuen Lieblingstee. Da muss der Grüne Roobos Limone Ingwer leider den Rang abtreten. Feige-Rosé bekommt von uns 20 von 10 Punkten. 😉

Heiß und innig®

Beim Öffnen der Packung vernehmen wir einen intensiven Fruchtgeruch. Aber kann der jetzt noch mit den bisher getesteten Früchtetees mithalten? Probieren wir mal. Enthalten sind Apfelstückchen, Hagebuttenschalen, Hibiskusblüten, Holunderbeeren, Aroma, gefriergetrocknete Erdbeer- und Himbeerstückchen, Erdbeerblätter, und Vanillestückchen. Das Aufbrühen verleiht dem Getränk eine tiefrote Farbe. Geschmacklich ist die Erdbeere deutlich wahrzunehmen. Leider ist Vanille wieder nicht zu schmecken. Dennoch ist das ein solider Tee, der sich mit Sicherheit auch eisgekühlt genießen lässt. Er bekommt von uns 8 von 10 Punkten.

Erdbeer-Moringa

Der letzte Tee im großen Teetest und wieder erwartet uns ein erdbeerig-fruchtiger bunter Tee aus Apfelstücken, Hagebutten- und Orangenschalen, Hibiskusblüten, roter Bete, Moringablättern, Erdbeerstücken, natürlichem Aroma, Erdbeer-, Orangenscheiben, Sonnenblumenblüten und dem Säuerungsmittel Zitronensäure. Ganz so gut wie sein Vorgänger gefällt uns Erdbeer-Moringa leider nicht, obwohl die natürlichen Zutaten zuversichtlich stimmten. Wir finden ihn durch das zugesetzte Säuerungsmittel etwas zu sauer und vergeben hier 7 von 10 Punkten.

Wenn uns jetzt nicht endlich warm ist, dann kann man uns auch nicht mehr helfen. Wir fanden viele der Sorten ausgesprochen lecker und würden die jederzeit wieder trinken und nachkaufen. Nicht zuletzt der weihnachtliche Feige-Rosé, der sommerliche Grüner Rooibos Limone Ingwer und auch der minzige Zum Glücklichsein waren mehr als lecker und werden sicherlich am schnellsten aufgebraucht sein. Aber auch die anderen Teekreationen haben uns im Großen und Ganzen sehr gefallen. Punkte und Geschmäcker sind ja relativ, von daher ist sicherlich für jeden Teefan etwas dabei. Auf der Webseite kann man das unglaublich große Angebot von TeeGschwendner genauer unter die Lupe nehmen und auch bestellen. Preislich liegen die Teesorten im mittleren Bereich. Mit ca. vier Euro aufwärts muss man schon bei einer Packung Tee rechnen. Das kommt natürlich ganz auf Anbau, Verarbeitung und auch auf die Pflücker an. Denn je sorgfältiger gepflückt wird, umso hochwertiger ist die Qualität des Tees. Die Qualitätskontrollen stehen bei TeeGschwendner an oberster Stelle, zudem sind sie darauf bedacht, die Teepflücker und -bauern anständig zu entlohnen.

TeeGschwendner berichtete uns bezüglich des Einsatzes von Aromen, dass der Hersteller ausschließlich natürliche und naturidentische Aromen verwende. Außerdem sei der Einsatz vom künstlichen Aromen im Tee verboten. Des Weiteren würden natürliche Aromen durch Trocknen, Rösten oder Fermentieren erzielt. Bei naturidentischen Aromen handele es sich um synthetisch nachgebaute Aromen, die mit den natürlichen Aromen identisch seien. (Quelle: persönliche Korrespondenz vom 04.12.2017)

Um eine kostenlose Teeprobe bei eurer Bestellung über die TeeGschwendner-Webseite zu erhalten, gebt einfach „FDDB“ im Kommentarfeld bei der Bestellung ein. Prost! 🙂

Wer noch mehr über Tee erfahren möchte, dem sei auch die FAQ-Seite von TeeGschwendner ans Herz gelegt.

Welche Tees sind eure Lieblingssorten? Mögt ihr es lieber klassisch oder begebt ihr euch gerne mal in neue Gefilde und probiert andere Sorten?

Hinweis: Die Produkte wurden uns freundlicherweise von der Firma TeeGschwendner kostenlos zur Verfügung gestellt.

Fotos: Fddb

 

Huel als Mahlzeitenersatz – Fddb testet

Wer kennt sie nicht, die ganzen Nahrungsergänzungsmittel und Protein-Shakes aus Internet und Fitnessstudio? Da heißt es, viel Eiweiß sei gut für den Sportler, wenig Kohlenhydrate ideal zum Abnehmen. Bei Fddb sind diese Produkte zuhauf angelegt und die Liste wird auch immer länger. Die Pülverchen bestehen gefühlt aus 100 % Eiweiß und 0 % KH. Oder umgedreht. Es soll ja Menschen geben, die sich hauptsächlich davon ernähren. Aber im Grunde wissen wir ja, dass der Körper sämtliche Makro- und Mikronährstoffe zum Leben und Gesundbleiben benötigt: Eiweiß, Kohlenhydrate, Fette, Vitamine und Mineralstoffe. Ein auf Vollständigkeit basierendes Nahrungsergänzungsmittel – gibt es das? Sicher nicht, aber es gibt zumindest Unternehmen, die sich der Aufgabe gewidmet haben, einen vollwertigen Mahlzeitenersatz in Form von Pulver zu kreieren.

Was ist Huel?

Da gibt es zum Beispiel Huel. Huel ist so eine Art Astronautennahrung in Pulverform, die alle essentiellen Vitamine und Mineralstoffe enthält, die der Körper zum Leben und Gesundbleiben braucht. Eiweiß, Fette und Kohlenhydrate fehlen auch nicht.

Das Pulver enthält als Hauptbestandteile Hafer, Leinsamen und Erbsenprotein. Außerdem Reis, Fettsäuren aus der Kokosnuss und Sonnenblumenkerne. Aus diesen Bestandteilen werden auch die meisten Mineralstoffe und auch einige Vitamine gewonnen, die in Huel enthalten sind. Einige der Mikronährstoffe werden aber auch aus anderen pflanzlichen Quellen oder synthetisch hergestellt und der Mischung dann zugesetzt. Die Dosis der Mikronährstoffe wurde so gewählt, dass alle Stoffe vom Körper optimal aufgenommen werden sollen. Da manche Mikronährstoffe Antagonisten sind und sich bei der Aufnahme gegenseitig hemmen (z.B. Eisen und Kalzium), wurden vom ein oder anderen etwas mehr hinzugefügt. Andere natürliche Quellen wären zum Beispiel Tomaten, Mais, Pilze oder Ringelblumen.

Ein vollständiges Aminosäure-Profil gibt es hier.

Eine Liste der enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe gibt es hier.

Das Pulver soll laut Huel mit Wasser gemixt werden. Dem Paket liegt sogar ein Shaker bei. Außerdem finden wir noch verschiedene Geschmackszusätze, die man der Mischung hinzufügen kann. Huel haben wir in den Varianten mit Vanillegeschmack und neutral/ungesüßt vorliegen. Diese gibt es auch glutenfrei und für Hochleistungssportler in der Professional-Variante. Huel selbst sagt, dass die normale Variante für Menschen mit wenig Zeit perfekt für einen vollwertigen Mahlzeitenersatz geeignet ist. Eine Huel-Mahlzeit anzurichten dauert keine Minute. Normales Kochen dauert da schon etwas länger, wie ihr ja sicherlich wisst. Wer im Stress ist, oder auf dem Sprung, krank zu Hause liegt oder viel unterwegs und selten Zeit zum Kochen hat, könnte so zum Beispiel auf Huel zurückgreifen.

Schmeckt Huel?

Das Fddb-Team hat so eine Ersatzmahlzeit mal getestet. Und hat es uns geschmeckt? Ganz klar: jein. Unseren beiden Testerinnen hat weder das neutrale, ungesüßte Pulver noch das mit Vanille überzeugt, wenn man es mit Wasser zubereitet (so wie auf der Verpackung beschrieben). Anderthalb Messlöffel Pulver und dreihundert Milliliter Wasser waren uns einfach zu flüssig und fade. Zudem schmeckte es dann irgendwie mehlig und einen merkwürdigen Nachgeschmack gab es auch, so dass wir mit etwas anderem nachspülen mussten. Das Vanille-Huel schneidet zwar etwas besser ab als das neutrale, aber mit Wasser ist für uns beides leider nicht trinkbar. Wir hatten es auch mit den beigefügten Geschmacksrichtungen wie u.a. Banane, Mocca, Kakao, Ananas probiert, jedoch haben diese an unserer ersten Erfahrung und Meinung nichts ändern können. Es folgte ein weiterer Versuch mit Milch. Hier wiederum war der Geschmack ganz gut. Es ist zwar nicht ganz im Sinne des Erfinders, aber wenn es mit (pflanzlicher) Milch trinkbar ist, müssen wir die Packung nicht wegschmeißen.
Außerdem kann man mit Huel ganz leckere Pancakes backen. Weitere Rezepte finden sich auf der Huel-Webseite.

Was kostet Huel?

Bei zwei Beuteln Mindestabnahme für 63 € erhält man je 1,74 Kilogramm Pulver. Oder etwas günstiger dann im Abo. Außerdem gibt es bei der ersten Bestellung einen Shaker und ein Huel-Shirt dazu. Der Versand erfolgt aus der Huel-Zentrale in England, benötigt jedoch nur zwei bis drei Werktage. Ein Beutel reicht bei regelmäßiger Einnahme sicherlich einen Monat.

Wer mit Huel alle Mahlzeiten ersetzt, nimmt mit den Shakes (mit Wasser) 2000 kcal am Tag zu sich. Wie viele von euch auch, sind wir von Fddb jedoch immer noch von der alten Schule. Wir essen gerne, erleben die Geschmäcker, freuen uns über Geschmackskombinationen, kochen gern selbst und experimentell und genießen das Ganze. Außerdem wissen wir dann, woher die Vitamine und Mineralstoffe stammen. Astronautennahrung ist einfach nichts für uns, wie wir bei diesem Test deutlich erlebt haben. Einzig vor dem Sport trinken wir auch mal einen Shake. Einfach, um Energie zu haben, ohne dass uns etwas schwer im Magen liegt. Dafür finden wir Huel ganz passend, aber für einen gutschmeckenden Mahlzeitenersatz sicherlich nicht. Positiv finden wir dennoch, dass Huel komplett vegan ist. Die Haltbarkeit einer geöffneten Packung beläuft sich auf sechs Monate, man muss es also nicht schnell verbrauchen, sondern kann, wie wir, Huel als Energiekick vor dem Sport trinken. Huel ist kein Zucker zugesetzt und für 1,94 € pro Mahlzeit relativ günstig. Huel bekommt von uns 6,5 von 10 Punkten. Warum sechseinhalb? Weil es in Rezepten doch ganz gut schmeckt und die Kollegin leicht pancakeabhängig wurde 🙂

Was denkt ihr dazu? Habt ihr vielleicht schon Huel probiert? Wie sind eure Erfahrungen mit Mahlzeitenersatzprodukten?

Hinweis: Die Produkte wurden uns freundlicherweise kostenlos von der Firma Huel zur Verfügung gestellt.

Fotos: Fddb

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